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Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz

Die Wirbelsäule: ein Wunder der Natur

Jeder zweite deutsche Erwachsene leidet unter Rückenschmerzen, jeder dritte ist deswegen in ärztlicher Behandlung.
Wäre unsere Wirbelsäule ein technisches Gerät, würde man über eine Fehlkonstruktion reden und eine solche Fehlerquote nicht akzeptieren.
Doch entscheidend für viele Rückenbeschwerden sind weniger die Konstruktionsmängel als die „Bedienungsfehler“. Unser Umgang mit dem komplizierten und unglaublich ausgeklügelten Verbund aus Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenken ist leider nicht immer richtig.

 
Das Problem ist, dass wir uns einfach immer weniger bewegen oder immer wieder gleiche Bewegungsabfolgen durchführen, die sehr einseitig belastend sind. Dafür ist unser Körper nicht programmiert. Vor allem unsere Wirbelsäule ist auf eine regelmäßige Be- und Entlastung angewiesen. Stundenlanges Sitzen, über Jahre eingenommene Fehlhaltungen und einseitige Überbelastungen führen zu akuten oder chronischen Schmerzen.


Vor allem unsere Bandscheiben sind hier empfindlich und brauchen unsere volle Aufmerksamkeit, um unser Leben lang „voll im Saft“ zu sein.

Die Bandscheiben haben zwei Hauptaufgaben:
Sie müssen die Stöße und Schläge abpuffern, die beim Gehen und Laufen auf den Körper einwirken, und sie ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule, indem sie sich zusammendrücken und verformen lassen.

Bandscheiben müssen viel aushalten. Schon beim Stehen in einer gebeugten Position lasten auf der Bandscheibe der Lendenwirbelsäule über 100 Kilo. Beim Hochheben einer Last aus der gebeugten Haltung sind es bereits über 200 Kilo. Bei Übergewicht sind die Werte entsprechend höher. Solche Belastungen pressen gewissermaßen den Saft aus der Bandscheibe.

Das Besondere an der Bandscheibe ist auch, dass sie nicht durch Blutgefäße versorgt wird. Im Laufe des Tages geben sie Flüssigkeit ab und werden kleiner, in der Nacht saugt sich die Bandscheibe mit Flüssigkeit wieder voll, und somit sind wir morgens einige Millimeter bis Zentimeter größer.

Bewegung ist für die Bandscheiben also lebenswichtig, denn sie brauchen den Wechsel zwischen Be- und Entlastung!

Mit zunehmendem Alter verlieren die Bandscheiben an Elastizität und werden flacher; auch kann der äußere Ring porös werden – es kommt, im schlimmsten Fall, zu einem Bandscheibenvorfall. Um es nicht so weit kommen zu lassen, müssen Sie aktiv werden! Es ist dabei sehr wichtig, eine Bewegungsform zu finden, die Ihnen auch Spaß macht und zu Ihnen passt. Nicht für jeden ist ein Tanzkurs das Nonplusultra, nicht jeder wird beim Laufen seine Erfüllung finden.

Entscheidend ist es, sich ein Ziel zu setzen und dann etwas zu finden, was einem wirklich Freude bereitet. Nur so werden Sie es regelmäßig in Ihr Leben einplanen. Es muss auch nicht Sport sein. Regelmäßige Alltagsbewegung bringt auch bereits große positive gesundheitliche Effekte!

Der Tipp:
Jeden Tag 30 Minuten mehr und anders als bei Ihren beruflichen Herausforderungen bewegen! Sie werden die positiven Ergebnisse schnell spüren und Ihre Lebensqualität erhöht sich mit jedem Tag. Treppen laufen, Strecken zu Fuß erledigen, mit dem Fahrrad fahren, auf den Fahrstuhl und die Rolltreppe verzichten!

Tipps zu den besten und einfachsten Übungen für zu Hause finden Sie hier!