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Negativer Stress – Nein Danke!
Kennen Sie Distress? Nein? Vielleicht doch!
Denn umgangssprachlich ist damit "schlechter Stress" gemeint.
Dass wir in unserer heutigen Gesellschaft zu viel negativen Stress erleben, der uns auf Dauer krank macht, haben Sie sicherlich schon des Öfteren gehört. Aber woher wissen wir, wann uns Stress krank macht und wie viel Stress wir uns zumuten können?
Unser Körper ist ein sehr kluger Organismus, der uns schon recht früh mitteilt, wann es ihm zu stressig wird. Er reagiert mit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Gereiztheit. Leider schieben wir diese frühen psychologischen Hinweise ganz unbewusst auf das schlechte Wetter oder manchmal sogar auf die Fehler von Anderen. Die physiologischen Hinweise hingegen können wir nicht ganz so einfach verdrängen. Denn unser körperliches Frühwarnsystem schaltet sich ein: Das Herz rast oder kommt ab und an sogar ins Stolpern. Unsere natürliche Taktung läuft aus dem Ruder.
Durch Stresseinwirkungen werden im Körper Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin angeregt. Ein physiologisch ganz normaler Mechanismus, der dem Menschen eine höchste Leistungsbereitschaft (Kampf/Flucht-Phänomen) ermöglicht. In diesem Zustand ist das homöostatische Gleichgewicht gestört. Deshalb werden nun spezielle und spezifische kompensatorische Anpassungsmechanismen im Körper in Gang gesetzt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese Anpassungsmechanismen sind zum Teil angeboren, können aber auch durch erlernte Bewältigungsstrategien erreicht werden.
Das heißt, dass es bei wiederholten, für das Individuum kontrollierbaren Belastungen zu einer Anpassung mit Verbesserung der Kompetenzen kommen kann. So können wir uns bspw. daran gewöhnen, dass wir ständig Ergebnisse vor Gruppen präsentieren müssen oder in regelmäßigen Abständen auf unsere schlechtgelaunten Mitmenschen treffen.
Diese Anpassung lässt die Stressreaktion mehr und mehr verschwinden. Unser Herz gerät nicht mehr allzu schnell aus der Taktung. Wenn die Belastungen hingegen nicht kontrollierbar oder wir dauerhaft von Stresssituationen umgeben sind, können wir keine geeigneten Bewältigungsstrategien entwickeln. Der ständige Versuch, das ursprüngliche Gleichgewicht wiederherzustellen, erschöpft unsere körperlichen Energietanks. Die Folge ist eine dauerhafte Herzrhythmusstörung bis hin zu weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Die klassische „worst case“-Stressfolge ist der Herzinfarkt!
Wir können jedoch, wie oben bereits angedeutet, aktiv etwas dagegen unternehmen. Wir können Gegenmaßnahmen durchführen, die einerseits unsere Energietanks wieder auffüllen und andererseits zum homöostatischen Gleichgewicht verhelfen.
Ausdauersport, kohlenhydratarme Ernährung, positive Gedanken und Entspannungsverfahren wie Atemtechniken, progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training helfen, den Hormonstressspiegel abzubauen!
Nehmen Sie sich Zeit, Ruhephasen zu finden, nicht nur am wohlverdienten, ersehnten Wochenende, sondern in Ihrem Alltag! Gehen Sie in sich und fragen Sie sich, ob in so mancher Situation nicht vielleicht ein Lächeln oder eine entkrampfte Haltung Ihrer Gesundheit mehr hilft als die große Aufregung! Machen Sie immer mal wieder "Termine mit sich selbst" und seien Sie gut zu sich!

