Änderungsschneider/-in

Sie sind kreativ und handwerklich geschickt? Mit flinken Fingern haben Sie schon Knöpfe angenäht, Löcher gestopft und dazu ein gutes Auge für Design und Maße? Dann könnte der Beruf des/der Änderungsschneiders/-in etwas für Sie sein! Werden Sie zum Genie mit Nadel und Faden!

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Änderungsschneiders/einer Änderungsschneiderin aus?

Ist die Hose zu lang, die Jacke zu weit oder die Bluse zu eng? Hier hilft der/die Änderungsschneider/-in! Egal, ob Kleidungsstück oder anderes Textil – bewaffnet mit Nadel und Faden helfen Änderungsschneider/-innen, wenn der Reißverschluss mal wieder klemmt oder der Vorhang gekürzt werden muss. Dabei besteht der Arbeitsalltag des/der Änderungsschneiders/-in nicht nur aus der handwerklichen Tätigkeit, sondern auch aus anderen Aufgaben: Der Umgang und Kontakt mit Kunden nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Außerdem gehört auch die Pflege und Instandhaltung der Nähutensilien und -materialien zum Aufgabengebiet der/der Änderungsschneiders/-in.

Als Änderungsschneider/-in arbeiten Sie mit Textilien und Kleidungsstücken aller Art: Ob Gardine, Sakko, Anzug oder Kleid – mit der Nähmaschine erfüllen Sie alle Kundenwünsche! Hierfür klärt der/die Änderungsschneider/-in zunächst mit den Kunden, was geändert oder repariert werden soll. Da zufriedene Kunden immer wieder kommen, ist es das A und O des/der Änderungsschneiders/-in diese kompetent zu betreuen und fachgerecht zu beraten. Hierzu gehört die Aufklärung über Möglichkeiten, Aufwand und anfallende Kosten ebenso wie das Festlegen von Terminen zur Anprobe.

Soll ein Kleidungsstück geändert werden, nehmen Sie anschließend Maß, stecken die vorzunehmende Änderung ab und markieren diese. Danach geht es ans Eingemachte: Nähte werden auf- oder der Reißverschluss herausgetrennt, passende Garne und Nadeln werden herausgesucht und das Kleidungsstück schließlich an der Nähmaschine oder von Hand bearbeitet. Je nach Aufgabe müssen Sie auch mit Schnittmustern arbeiten: Hierfür erstellt der/die Änderungsschneider/-in Schnittschablonen, die auf den Stoff übertragen werden und schneiden diesen schließlich zurecht. Erst danach beginnt die eigentliche Näharbeit. Ist diese erledigt, müssen die Textilien abschließend am Bügelautomaten oder mit dem Handbügeleisen noch gebügelt werden. Ist der Auftrag zur Zufriedenheit des Kunden erledigt, übergibt der Änderungsschneider/-in das fertige Stück und wickelt die Bezahlung ab.

Die Ausbildung

Schulabschluss: Hauptschulabschluss
Die Ausbildungsart: dual (Berufsschule und Betrieb)
Zuständige Stelle: IHK (Industrie- und Handelskammer) und HWK (Handwerkskammer)
Dauer: 2 Jahre, Verkürzung auf 1 bis 1,5 Jahre möglich

Um Änderungsschneider/-in zu werden, müssen Sie eine duale Ausbildung absolvieren. Ganz klassisch besuchen Sie hierbei an bis zu zwei Tagen pro Woche oder im Blockunterricht die Berufsschule. Die restliche Zeit arbeiten Sie währenddessen bereits im Betrieb und lernen die Tätigkeiten des/der Änderungsschneiders/-in kennen.

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    In welchen Branchen arbeiten Änderungsschneider/-innen?

    Änderungsschneider/-innen können vielerorts arbeiten:

    • Handwerkliche Änderungs- und Maßschneidereien
    • Schneiderateliers und Werkstätten
    • Große Bekleidungshäuser mit integriertem Änderungsdienst
    • Hersteller von Textilien


    Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte ein/e Änderungsschneider/-in mitbringen?

    Als Änderungsschneider/-in sollten Sie grundsätzlich über handwerkliches Geschick, Fingerspitzengefühl und Kreativität verfügen. Auch Sorgfalt und Genauigkeit sollten zu Ihren Stärken gehören. Daneben ist auch ein freundlicher und offener Umgang mit Kunden das A und O. Außerdem müssen Änderungsschneider/-innen über gute mathematische Kenntnisse verfügen, um Kosten sowie Preise für Änderungsarbeiten kalkulieren und den Materialbedarf berechnen zu können. Sinn und Gespür für Ästhetik runden das Profil des/der Änderungsschneiders/-in schließlich ab.

    Weiterbildung nach der Ausbildung

    Wer sich in seinem Beruf als Änderungsschneider/-in weiterentwickeln möchte, kann nach der Ausbildung auf unterschiedliche Weise fortbilden: Über Lehrgänge und Seminare können Sie sich auf bestimmte Themengebiete, wie Bekleidungsdesign, Textilveredelung oder Schneiderei spezialisieren. Daneben gibt es auch die Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung, um in eine höhere Position aufsteigen zu können, z. B. als Textil- und Modeschneider, Maßschneider oder Bekleidungstechniker. Haben Sie das Abitur oder Fachabitur, können Sie sich auch über ein Studium zum Bachelor of Arts Textildesign, Bachelor of Science Textil- und Bekleidungstechnik oder Bachelor of Engineering Textile Produkttechnologie - Bekleidungstechnik weiterbilden.

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    • …der italienisch-amerikanische Spielzeughersteller tokidoki eine Puppe produzierte, die Karl Lagerfeld nachempfunden wurde?
    • …eine Overlock-Nähmaschine den Rand eines oder mehrerer Stoffe näht?
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    • …1152 die erste Schneiderzunft in Deutschland gegründet wurde?


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    Quellen: Gefunden Juli 2018, www.ausbildung.de, www.azubiyo.de, www.aubi-plus.de

    Hinweis: Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die Verwendung der weiblichen und männlichen Form verzichtet.

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