Altenpfleger/in

Sie möchten gerne ältere Menschen umsorgen und ihnen im Alltag unterstützend zur Seite stehen? Dann sind Sie in der medizinisch-pflegerischen Betreuung als Altenpfleger/in genau richtig. Hier machen Sie sich einfühlsam und geschickt daran, Senioren bei der Ernährung und der Körperhygiene zu helfen oder auch die täglichen Medikamente zu verabreichen. Außerdem begleiten und motivieren Sie Senioren dabei, ihren Tagesablauf gut zu strukturieren und mit sinnvoller Beschäftigung zu füllen – selbstverständlich immer mit einem guten Stück Herzenswärme. 

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Altenpflegers/einer Altenpflegerin aus? 

Das Berufsbild Altenpfleger/in ist sehr vielschichtig und reicht von der Pflege über die Betreuung bis hin zur Beratung der bedürftigen Menschen. Im Berufsalltag unterstützen Altenpfleger alte Menschen bei der alltäglichen Lebensgestaltung: Sie sorgen für eine gesunde Ernährung, messen den Puls, die Temperatur, den Blutdruck und ggf. auch den Blutzuckerspiegel, wechseln Verbände, verabreichen Medikamente, legen Infusionen, kontrollieren die Flüssigkeitsbilanz und lagern bettlägerige Personen fachgerecht. 
Außerdem organisieren sie verschiedene Freizeitaktivitäten für die alten Menschen, beraten sie bei rechtlichen Fragen und helfen ihnen, ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu trainieren. 

Altenpfleger/innen benötigen in ihrem Beruf, den sie in Altenpflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten ausüben, neben einem Interesse an Medizin und einer guten körperlichen Konstitution vor allem Einfühlungsvermögen, Geduld, Verantwortungsbewusstsein. 

Sie haben ein gutes Gespür für die besonderen Probleme und Herausforderungen der älteren Generation, auch im Umgang mit Verwirrten und Dementen. Sie können körperlich „anpacken“, übernehmen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben und wissen, wie das deutsche Sozialsystem funktioniert. Außerdem sind sie wichtige Ansprechpartner und Berater: für Ärzte, Therapeuten, Angehörige und nicht zuletzt für die Pflegebedürftigen selbst. 

Daneben kümmern sich Altenpfleger und Altenpflegerinnen um die medizinische Versorgung kranker und behinderter alter Menschen. Daher lernt man in seiner Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in, wie man den Gesundheitszustand eines Patienten richtig einschätzt und Erkrankungssymptome erkennt. Auch die Begleitung Sterbender ist Teil der Ausbildung.

Was lernt man in der Ausbildung zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin? 

Alle Grundlagen aus den 3 wichtigen Bereichen: Ethik, Geriatrie und Rehabilitation

  • Ethik: Altern in Würde – das wünschen sich ein jeder von uns. Wie ein respektvoller Umgang mit älteren Menschen aussieht, lernt man in der Ausbildung.
  • Geriatrie: Bedeutet „Altersheilkunde“. Ein Altenpfleger muss wissen, welche besonderen Krankheiten im Alter eine Rolle spielen und wie man ältere Patienten pflegt.
  • Rehabilitation: Wieder zurück ins Leben: Mit speziellen Reha-Maßnahmen unterstützt man  ältere Menschen bei der Genesung nach einer Krankheit und bringt ihnen damit ein Stück Lebensqualität und ein selbstbestimmteres Leben zurück.


Die Ausbildung 

Art der Ausbildung: schulisch 

Der theoretische Teil der Ausbildung findet an Berufsfachschulen für Altenpflege statt, der praktische Teil in Altenpflege-Einrichtungen oder anderen medizinischen Einrichtungen. In der Fachschule erlernt man das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendet  man das erlernte Wissen direkt bei der Betreuung von älteren Menschen an.
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre (in Vollzeit), Verkürzung ist möglich; in Teilzeit bis zu 5 Jahre 

Zuständige Stelle: jeweilige Berufsfachschule bzw. Landesbehörde 

Am Ende der Ausbildung gibt es eine Abschlussprüfung, die sich aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Nach Bestehen ist man staatlich anerkannter Altenpfleger.

Schulische Voraussetzungen & weitere Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung 

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder wenn man über einen  Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügt oder die Erlaubnis als Altenpflegehelfer/in bzw. Krankenpflegehelfer/in vorlegen oder eine erfolgreich abgeschlossene landesrechtlich geregelte Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe absolviert hat. Vor Ausbildungsbeginn muss die gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

Ausbildung und Anforderungen

Man braucht neben körperlicher und geistiger Robustheit auch soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Die wirtschaftlichen Aspekte der Altenpflege – beispielsweise die Abrechnung von Pflegeleistungen – erfordern außerdem Mathematik-Kenntnisse. Darüber hinaus setzt die menschennahe Pflegetätigkeit hohes Kontakt- und Kommunikationsvermögen voraus.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach Abschluss der Ausbildung hat man zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Fortbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen oder Fachaltenpfleger für Palliativ- und Hospizpflege. Aber auch ein Studium im Bereich Gerontologie, Soziale Arbeit oder Pflegemanagement kann man an die Ausbildung anknüpfen.

In welchen Bereichen arbeiten Altenpfleger/innen? 

Typische Einrichtungen sind: 

  • in Altenwohn- und -pflegeheimen 
  • bei ambulanten Altenpflege- und Altenbetreuungsdiensten 
  • in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern 
  • in Hospizen
  • in Pflege- und Rehabilitationskliniken


Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung

  • in Privathaushalten 


Aber Altenpfleger/in ist nicht gleich Altenpfleger/in. Der Arbeitsbereich kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welcher Einrichtung und in welchem Bereich man arbeitet. In einem großen Krankenhaus mit geriatrischer Abteilung hat man mit den unterschiedlichsten Patienten zu tun, in einer kleinen Rehaklinik arbeitest man in einem kleinen Team und ist möglicherweise auf bestimmte Gruppen, zum Beispiel Patienten mit Behinderung, beschränkt. 

Wussten Sie schon, dass …

  •  … ein Job als Altenpfleger bzw. Altenpflegerin zwar körperlich und geistig anspruchsvoll ist – aber auch sehr zukunftssicher?
  • … Experten bis zum Jahr 2020 einen Bedarf von 220.000 zusätzlichen Vollzeitkräften in der Altenpflege voraussagen? (Kessler-Handorn, www.kessler-handorn.de/2017/01/21/nur-altenpfleger/, 31.03.2017)
  • …folgende drei Stärken für diesen Beruf die wichtigsten sind? Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein, Durchhaltevermögen und Eigeninitiative & Entscheidungsfreude.  
  • … dies die drei beliebtesten Pflegeberufe sind? Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger und Heilerziehungspfleger. 


Quellen:

https://www.azubiyo.de/
https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?
http://www.zukunftsberuf-pfleger.de/Zukunftsberuf_Pfleger/ 

Verwandte bzw. ähnliche Berufe zum/zur Altenpfleger/in:

  • Hebamme/Entbindungspfleger
  • Heilerziehungspfleger/in 
  • Fachkraft – Pflegeassistenz
  • Fachkraft – Altenbetreuung  


Hinweis:
Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die Verwendung der weiblichen und männlichen Form verzichtet.

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