Baustoffprüfer/-in

Sie haben schon als Kind gerne Detektiv gespielt? Dann können Sie in Zukunft auch auf dem Bau Fälle lösen, indem Sie alles überprüfen und analysieren. Vielleicht werden durch Ihre Mithilfe so Katastrophen schon vor dem Bau verhindert. Als Spezialist prüfen Sie bereits lange vor Baubeginn die Qualität der Baumaterialien und suchen bei Schäden nach Materialfehlern – meist mit Erfolg. In diesem Beruf ist Flexibilität gefragt! Gute Kenntnisse in Chemie können ebenfalls von Vorteil sein. Wenn Sie darüber hinaus noch überaus konzentriert an die Arbeit gehen, wird es höchste Zeit, dass Sie die Ausbildung zum/zur Baustoffprüfer/-in einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Baustoffprüfers/einer Baustoffprüferin aus?

In Kürze: Helm auf, ab zum Bau – Probe entnehmen! Schutzhandschuhe an, ab ins Labor – Probe untersuchen! Lesebrille auf, ab ins Büro – Daten am Computer verarbeiten und auswerten.

Etwas ausführlicher:

Überall in Deutschland gibt es Baustellen. Straßen werden ausgebessert, neue Wohnhäuser errichtet und energieeffizientere Anlagen installiert. Die Fachleute freut es – die Baustoffprüfer/-innen auch. Noch bevor es mit einem Projekt überhaupt losgeht, müssen sie sämtliche Materialien untersuchen, die verbaut werden sollen. Schließlich möchte niemand Jahre später feststellen, dass der ganze Bau Risse davonträgt oder kompletter „Pfusch“ war. Wie Baustoffprüfer/-innen das machen? Sie entnehmen Proben, fahren damit ins Labor, werten die Daten aus und ziehen Schlussfolgerungen. Sollte es Bedenken geben, dann beraten sie die Bauherren, indem sie ihnen Alternativen vorschlagen. Der Beruf ist demnach äußerst vielseitig, denn Baustoffprüfer/-innen sind jede Woche an einem anderen Ort und stehen im engen Kundenkontakt. Auch die Arbeit am Computer spielt eine bedeutende Rolle: Es müssen Grafiken erstellt werden, die die Auswirkungen bestimmter Materialien in Extremsituationen verdeutlichen. Beispielsweise können sich Straßen bei Hitze wellen, Beläge können aufplatzen, Fundamente reißen und Grundstücke bei heftigem Regenfall absacken. Baustoffprüfer/-innen übernehmen in ihrem Job daher tagtäglich ein hohes Maß an Verantwortung.

Aufgaben und Tätigkeiten von Baustoffprüfer/-innen auf einen Blick

Baustoffprüfer/-innen kontrollieren die Qualität etlicher Baustoffe von Asphalt bis Zement und prüfen die Eignung von Böden als Bauuntergrund.

Es gibt drei Fachrichtungen:

1. Asphalttechnik
Mit dieser Fachrichtung spezialisieren sich Baustoffprüfer/-innen auf Stoffe aus dem Straßenbau. Hier werden daher Probestücke aus der Straße entnommen und geprüft, also teer- und pechhaltige Stoffe sowie bituminöse Bindemittel und Gemische – das sind aus Erdöl gewonnene Stoffgemische – aus Mischwerken. So lässt sich u. a. deren Witterungsbeständigkeit beurteilen.

2. Mörtel- und Betontechnik
Mit diesem Schwerpunkt entnimmt man das zu prüfende Material Betonanlagen, Zement- oder Kieswerken. Daneben prüft man auch bereits fertige Beton- und Mörtelgemische aus Aufbereitungsanlagen. Anhand der Materialproben lässt sich u. a. die chemische Zusammensetzung von Bindemitteln bestimmen oder das Verformungsverhalten von Betonen und Mörtel messen.

3. Geotechnik
Baustoffprüfer/-innen dieser Spezialisierung entnehmen z. B. Proben im Gelände, um den Boden auf seine Belastbarkeit zu prüfen und ihn nach den Laboruntersuchungen einer Bodenklasse zuzuweisen.

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Wo arbeiten Baustoffprüfer/-innen?

Zwar sind Baustoffprüfer/-innen zumeist auf Baustellen unterwegs, doch der Hauptarbeitsplatz ist und bleibt das Labor. Hier analysieren sie die Proben auf ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften, z. B. auf die korrekten Druck- und Biegezugfestigkeiten. Besonders spannend wird die Arbeit, wenn es Schäden am Bauwerk gibt. Dann wird der Baustoffprüfer/-in zum Meisterdetektiv, da Materialfehler gesucht und bestenfalls auch gefunden werden müssen. Die entscheidende Frage ist schließlich, wer für die Mängel verantwortlich ist.

Ob Straße, Einkaufszentrum oder Einfamilienhaus – bevor überhaupt etwas gebaut wird muss der Boden auf seine Dichte, Trag- und Aufnahmefähigkeit von Wasser geprüft werden. Hierzu fährt ein/e Baustoffprüfer/-in zum jeweiligen Einsatzort und entnimmt Proben. Mithilfe von unterschiedlichen Messgeräten wird dann ermittelt, wie belastbar der Untergrund ist. Ist der Boden weich? Die Erde locker? Das Gestein rissig? Dann ist schnell klar, dass hier nicht gebaut werden kann.

Wenn der Untergrund grundsätzlich bebaubar ist, stellt sich die Frage nach dem passenden Baumaterial. Dies zu finden ist das A und O. Als Baustoffprüfer/-in prüft man nun im Labor Baumaterialen wie Asphalt, Beton und Mörtel auf ihre Eigenschaften, entscheidet über ihre Qualität und ob sie für das jeweilige Bauvorhaben geeignet sind.

Art der Ausbildung: Duale Ausbildung (Berufsschule und Betrieb) – mit den Schwerpunkten: Asphalttechnik, Mörtel- und Betontechnik sowie Geotechnik
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2 - 2,5 Jahre möglich
Zuständige Stelle: IHK (Industrie- und Handelskammer)

Die Ausbildung im Überblick:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass man bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammeln kann und blockweise die Berufsschule besucht. Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens die mittlere Reife, also der Realschulabschluss. Daneben wird zusätzlich viel Wert auf körperliche Fitness und ein eloquentes Auftreten gelegt.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Baustoffprüfer/in

Nach der Ausbildung hat man natürlich noch lange nicht ausgelernt. Mit einer Weiterbildung zum geprüften Techniker/-in in der Bautechnik, die zwei bis vier Jahre dauert, führen Sie Aufgaben in der Bauleitung und Bauabrechnung durch. Mit einem Meistertitel lernen Sie nicht nur Azubis an und übernehmen mehr Verantwortung innerhalb des Betriebs, vielmehr haben Sie damit auch die Möglichkeit, sich eines Tages selbstständig zu machen und ihr eigener Chef zu sein. Zu guter Letzt bleibt Ihnen noch ein Studium. In Frage kommt beispielsweise der Studiengang „Bauingenieurwesen“.

Perspektive als Baustoffprüfer/in

Es wird eigentlich immer und überall gebaut. Familien wollen ein Eigenheim beziehen, Straßen bauen sich nicht von selbst und Fundamente müssen gelegt werden. Gute Aussichten also für Baustoffprüfer/-innen. Mit entsprechenden Weiterbildungen haben Sie nicht nur einen sicheren Job, sondern auch ein attraktives Gehalt.

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Baustoffprüfer/-in. In der Vergangenheit hatten die meisten Azubis den Realschulabschluss oder sogar (Fach-) Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Immerhin etwa 10% der Ausbildungsanfänger wurden mit Hauptschulabschluss, ein kleiner Prozentsatz sogar ohne Schulabschluss eingestellt.

Sonstige Fähigkeiten und Eigenschaften

  • Interesse und Freude an Untersuchungen und Kontrollen
  • Technisches Verständnis
  • Gute physikalische und mathematische Kenntnisse
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gewissenhaftigkeit
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Analytisches Denken
  • Die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen


In welchen Bereichen arbeiten Baustoffprüfer/-innen?

Baustoffprüfer/-innen arbeiten in Unternehmen der Bauwirtschaft, Betonelementwerken, in Steinbruchbetrieben, Prüflabors sowie Forschungseinrichtungen, die z. B. bautechnische Untersuchungen durchführen. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es aber auch in der Recyclingwirtschaft oder der Mineralöl verarbeitenden Industrie.

Wussten Sie schon, dass …

  • Boeing das leichteste Metall der Welt („Microlattice“) entwickelte, welches 100 Mal so leicht wie Styropor und gleichzeitig so starr wie Metall sein sollte?
  • die teuerste Substanz der Welt Antimaterie ist? (800 Billionen Euro pro Gramm)
  • der meistverwendete Baustoff Beton ist?
  • man sich nach der Ausbildung zum staatlich geprüften/r Techniker/-in in Bautechnik weiterbilden lassen kann? (Quelle: www.ausbildung.de, www.schuelerpilot.de)


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--- Quellen allgemein: www.bildungsmarkt-sachsen.de, www.azubiyo.de, www.ausbildung.de, www.schuelerpilot.de

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