Sozialpädagoge/-in

Sie waren schon immer hilfsbereit und konnten nicht wegsehen, wenn es Menschen schlecht ging oder sie nicht gut behandelt wurden? Superhelden sind Ihre großen Vorbilder und auch im Beruf möchten Sie stets Gutes tun und der sozialen Ungleichheit entgegenwirken? Wenn Sie den Umgang mit Menschen lieben, egal, ob mit alt oder jung, dann ist der Beruf des Sozialpädagogen/der Sozialpädagogin der richtige für Sie!

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Sozialpädagogen/einer Sozialpädagogin aus?

Als Sozialpädagoge helfen Sie anderen Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Egal, ob beim Organisieren des Alltags oder der Kindererziehung – Sie sind die helfende Hand für sozial Benachteiligte! Es warten immer wieder neue Herausforderungen auf Sie und kaum ein Arbeitstag wird dem anderen gleichen. Denn Sie arbeiten mit sozial benachteiligten Menschen – von Kindern über Jugendliche bis hin zu Erwachsenen mit sozialen Problemen. Ein Großteil der Arbeit eines Sozialpädagogen besteht in der Beratungstätigkeit. Sie betreuen und beraten Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden. In Gesprächen erörtern Sie mit den Betroffenen ihre Situation und helfen ihnen, eine Lösung zu finden. Damit unterstützen Sie Kinder, Jugendlich, Erwachsene und auch ganze Familien dabei, ein selbstständiges Leben innerhalb unserer Gesellschaft zu führen.


Dazu gehört die Unterstützung beim Kontakt mit Behörden, Ämtern oder Arbeitgebern: Sie begleiten die Betroffenen zu Terminen vor Ort und helfen ihnen sich zurechtzufinden. Wenn Sie merken, dass Ihre Hilfe allein nicht ausreicht, leiten Sie Jugendliche und Erwachsene an die passenden Selbsthilfegruppen oder andere Institutionen weiter.

Neben der direkten Arbeit mit den Menschen gehören aber auch administrative Aufgaben zum Alltag eines Sozialpädagogen. Hierzu gehört, dass Sie die Betreuten nicht nur zu Terminen begleiten, sondern diese auch für sie vereinbaren. Außerdem besteht die Grundlage einer erfolgreichen und nachhaltigen Betreuung in der Dokumentation Ihrer Arbeit sowie dem regelmäßigen Austausch mit anderen Sozialpädagogen in Supervisionen und Teambesprechungen. Hier reflektieren Sie ihre Handlungen gemeinsam und bauen Ihre Kompetenzen kontinuierlich weiter aus.

Der Beruf des Sozialpädagogen/der Sozialpädagogin

Die Aufgaben von Sozialpädagogen sind dementsprechend äußerst vielseitig. Von Erziehungshilfe bis zur Beratung bei familiären Konflikten gleicht kaum ein Tag dem anderen. Je nachdem in welchem Bereich Sie als Sozialpädagoge tätig sind, arbeiten Sie hauptsächlich in einer Beratungsstelle oder sind viel unterwegs – besonders, wenn Sie Familien unterstützen. Denn diese betreuen Sie vor allem in ihrem gewohnten Umfeld.


Die Ausbildung
Schulabschluss: Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife
Die Ausbildungsart: Studium oder duales Studium (Bachelor of Arts)
Dauer: 3 bis 4 Jahre

Um Sozialpädagoge zu werden, müssen Sie Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit studieren. Wie an der Bezeichnung bereits zu erkennen ist, bestimmen auch die Aspekte der Sozialen Arbeit und Pädagogik den Beruf. Daneben lernen Sie während des Studiums aber auch einiges aus anderen Fachbereichen: Während des Studiums behandeln Sie auch Teilaspekte der Psychologie, Soziologie sowie Rechts- und Erziehungswissenschaften.
Sie haben dabei die Wahl, ob Sie ein Vollzeit- oder ein duales Studium absolvieren. Bei einem dualen Studium wird der Studiengang noch mit einer parallelen Berufsausbildung kombiniert. Hier erwerben Sie nicht nur den Bachelor of Arts, sondern auch einen Ausbildungsabschluss als Erzieher, Kinderpfleger oder sozialpädagogischer Assistent.

Während des Studiums können Sie bereits zwischen einigen beruflichen Spezialisierungen wählen. Daher entscheiden Sie meist schon während der Studienzeit, in welchem Fachbereich Sie später tätig sein möchten. Um das erworbene theoretische Wissen anzuwenden, sammeln Sie idealerweise schon während des Studiums Praxiserfahrung über Praktika.

 

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    Welche Spezialisierungen gibt es?

    Sozialpädagogischer Familienhelfer (SPFH)

    Als Sozialpädagogischer Familienhelfer unterstützen Sie Familien oder Alleinerziehende vor Ort bei der Erziehung, bei Terminen, Behördengängen und auch bei Problemen, die generell im Alltag auftreten. Sie begleiten die Familien bei ihrem Tagesablauf und können so direkt auf Problemsituationen reagieren und Lösungen suchen. Sie arbeiten Hand in Hand mit dem Jugendamt und können auf diese Weise sicherstellen, dass die Kinder und Jugendlichen weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld leben können.

    Drogenberater

    Als Drogenberater arbeiten Sie vorwiegend in Beratungsstellen. Hier sind Sie erste Anlaufstelle und Ansprechpartner für Süchtige, Suchtgefährdete und Angehörige. In Beratungsgesprächen mit den Betroffenen helfen Sie, indem Sie sie zur Suchtbekämpfung an entsprechende Selbsthilfegruppen oder Kliniken weiterleiten, ihnen währenddessen weiter beratend zur Seite stehen und sie auch dabei unterstützen, die äußeren Umstände, z. B. die Wohnsituation, zu regeln. Ihre Arbeit geht aber über die konkreten Wege aus der Sucht hinaus, denn Sie sind auch für Suchtprävention zuständig. Hierbei klären Sie z. B. an Schulen über die verschiedenen Suchtmittel und die Gefahren des Konsums auf.

    Sozialpädagoge im betreuten Jugendwohnen

    Interessiert Sie vor allem die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, können Sie als Sozialpädagoge im betreuten Jugendwohnen arbeiten. Hier kommen Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren unter, die nicht mehr Zuhause wohnen können. Sie geben den Jugendlichen die nötige Struktur und helfen diesen dabei, ein selbständiges, unabhängiges Leben aufzubauen. Hierzu gehört die Begleitung zu Behördengängen oder Arztbesuchen und Konfliktvermittlung genauso wie die Unterstützung im Alltag. Darüber hinaus halten Sie den ständigen Kontakt mit Ämtern und Erziehungsberechtigten.

    Wo arbeiten Sozialpädagogen?

    Als Sozialpädagoge müssen Sie sich nur entscheiden, ob Sie mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senioren oder Menschen mit Behinderung arbeiten möchten. Da das Studium ein breites Spektrum an Wissen vermittelt, können Sie in vielen Bereichen eine Anstellung finden:

    • Schulen oder Kindertagesstätten
    • Verwaltungen
    • Pflegeeinrichtungen
    • Beratungsstellen
    • Einrichtungen der Jugendhilfe
    • Behinderteneinrichtungen
    • Gesundheits- und Sozialämter
    • Sozialverbände
    • Justizvollzugsanstalten
    • Einrichtungen der Suchtberatung
    • Entwicklungsorganisationen
    • Politische Verbände


    Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte ein/e Sozialpädagoge/-in mitbringen?

    Grundvoraussetzung für die Arbeit als Sozialpädagoge/-in ist natürlich, dass Sie gerne mit Menschen arbeiten und diesen helfen möchten. Da Sie Kontakt zu Menschen jeden Alters haben, sollten Sie auch Geduld, Empathie und Sozialkompetenz mitbringen. Auch belastbar müssen Sie sein, denn beim Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dürfen Sie sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen.
    Auch Teamfähigkeit ist eine äußerst wichtige Eigenschaft, die ein Sozialpädagoge mitbringen muss. Teamwork ist das A und O – sowohl mit den Menschen, die Sie betreuen, als auch mit Ihren Kollegen.
    Sich gut und verständlich auszudrücken gehört zu Ihren Stärken? Perfekt, denn je nach Gesprächspartner müssen Sie die richtige Kommunikationsstrategie anwenden.

    Weiterbildung nach der Ausbildung

    Als Sozialpädagoge/-in haben Sie zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn Sie stärker in der Kinder- und Jugendtherapie arbeiten möchten, können Sie sich zum Kinder- und Jugendtherapeuten ausbilden lassen und eine eigene Praxis eröffnen. Diese Weiterbildung dauert mehrere Jahre, in denen Sie in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Praxiserfahrungen sammeln werden.
    Daneben können Sie sich auch im Bereich der Fachberatung fortbilden. Eine solche Fortbildung lohnt sich, wenn Sie Institutionen und pädagogische Einrichtungen dabei unterstützen möchten, interne Prozesse weiterzuentwickeln.

    Wussten Sie schon, dass …

    • … die Geschichte der Sozialpädagogik bei der kirchlichen Caritas bereits im Mittelalter beginnt?
    • … sozialpädagogische Fachkräfte früher Jugendleiter hießen?
    • … den Beruf des Jugendleiters von ca. 1900 bis in die 70er Jahre ausschließlich Frauen ausübten?


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    Quellen: www.ausbildung.de, www.azubiyo.de, www.studycheck.de/berufe/sozialpaedagoge


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