Körpersprache & Intonation: Souveränität und Selbstbewusstsein ausstrahlen

Selbstbewusstsein ausstrahlen – so funktioniert es! Unsere Körpersprache und Intonation sind wichtige Faktoren in unserer Kommunikation. Als nicht-inhaltliche Elemente laufen diese Kommunikationsprozesse jedoch in der Regel auf unterbewusster Ebene ab. Erfahren Sie, mit welchen Mitteln Sie selbstbewusst(er) wirken!

Körperhaltung und Intonation als Kommunikationswege

Haben Sie auch diesen einen Kollegen, der schon schlechte Laune ausstrahlt, wenn er nur zur Tür hereinkommt? Auch unabhängig vom Inhalt des Gesagten können Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Intonation bereits eine ganze Menge mitteilen. Dabei gibt es zwei Gefahren:

  1. Sie könnten Signale aussenden, die Ihnen gar nicht bewusst sind. Es ist sicher nicht immer in Ihrem Sinne, wenn man Ihnen den Stress des Tages ansehen kann.
  2. Sie könnten die Körpersprache Ihrer Mitmenschen falsch interpretieren. So eindeutig sind Mimik und Gestik nämlich oft gar nicht. Vielleicht ist die neue Kollegin ja nicht wirklich mies gelaunt, sondern nur müde oder aufgeregt.


Erster Schritt: Entwickeln Sie ein Bewusstsein für die Wirkung nonverbaler Signale

In den allermeisten Fällen laufen die Prozesse der Körpersprache unbewusst ab. Das gilt sowohl für Sie als auch für Ihre Kolleginnen und Kollegen. In einem ersten Schritt ist es daher sehr wichtig, sich die Wirkung nonverbaler Kommunikation bewusst zu machen. Denken Sie immer daran, dass es sinnvoll ist, auf Ihre Körpersprache zu achten, um keine falschen Signale zu senden. Haben Sie außerdem immer im Hinterkopf, dass Sie Gesichtsausdruck und Haltung Ihres Gesprächspartners falsch verstehen könnten. Wer für die Wirkung der Körpersprache sensibilisiert ist, wird mit weniger Missverständnissen zu kämpfen haben.

So signalisiert Ihre Körpersprache Souveränität und Selbstbewusstsein

Durch Ihre Körpersprache senden Sie Signale. Folgende Tipps sollten Sie befolgen, um Selbstsicherheit, Souveränität und Ruhe auszustrahlen:

Zeigen Sie Haltung: Bauch rein, Brust raus!

Besonders wichtig ist eine aufrechte Körperhaltung. Der Rücken sollte möglichst gerade sein, die Schultern leicht nach hinten genommen. Viele Menschen neigen dazu, mit einem runden Rücken, gesenktem Kopf und hängenden Schultern nach vorne gebeugt zu laufen. Eine solche Haltung macht Sie klein und lässt Sie in sich gekehrt und müde wirken. Durch eine gerade Haltung mit gestrecktem Rücken und aufrechtem Kopf wirken Sie automatisch fitter und aufmerksamer. Ein weiterer positiver Effekt: Eine aufrechte Körperhaltung ist deutlich gesünder. Nackenschmerzen, Rückenschmerzen oder Hüftproblemen kann so effektiv vorgebeugt werden. Sie werden es sich selbst danken!

Selbstbewusste Körpersprache im Sitzen

Der beste Tipp, um auch im Sitzen Ruhe und Selbstbewusstsein auszustrahlen: Lehnen Sie sich zurück! Auch im Sitzen neigen wir dazu, den Rücken rund zu machen und uns mit nach innen rotierten Schultern nach vorne zu beugen. In dieser vermeintlich bequemen Position wirken Sie allerdings verschlossen und haben langfristig sicher mit Verspannungen zu kämpfen. Wenn Sie sich an die Rückenlehne anlehnen, nehmen Sie automatisch eine offene und außerdem gesunde Position ein.

„Schau mir in die Augen!“ – Augenkontakt für eine selbstbewusste Ausstrahlung

Wer eine schlechte Körperhaltung hat, lässt nicht nur die Schultern, sondern auch den Kopf hängen. Sie wirken auf Ihr Gegenüber deutlich souveräner, wenn Sie den Blick geradeaus richten und im Gespräch Blickkontakt suchen.
Vielen Menschen ist Augenkontakt unangenehm. Wenn das auch für Sie gilt, können Sie einen einfachen Trick anwenden: Sehen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht in die Augen, sondern schauen Sie auf seine Nasenwurzel. Das fällt leichter und hält den Blick dennoch aufmerksam auf Augenhöhe.

Mit einer selbstbewussten Körperhaltung zu größerem Selbstbewusstsein

Eine selbstbewusste Körperhaltung ist nicht nur Ausdruck von Selbstbewusstsein – sie kann auch selbstbewusst machen! Körpersprache und Souveränität beeinflussen sich wechselseitig. Wer sich aufrecht hält, wird anders wahrgenommen und fühlt sich dementsprechend auch sicherer.

Intonation: Nicht nur das WAS, auch das WIE ist entscheidend

In jedem Gespräch kommt es nicht allein darauf an, was wir unserem Gegenüber mitteilen – mindestens genauso wichtig ist, wie wir das Gesagte rüberbringen. Deshalb spielt unsere Intonation eine besondere Rolle bei unserer Außenwirkung. Dabei sind folgende Fragen relevant:

  • Wie schnell sprechen Sie?
  • Wie laut sprechen Sie?
  • Wie hoch oder tief ist Ihre Sprechstimme?
  • Wie deutlich sprechen Sie?

Wie auch die Körperhaltung wirkt sich die Intonation ebenfalls darauf aus, wie Sie wahrgenommen werden. Erfahren Sie, wie Sie sprechen müssen, um souverän zu wirken!

Ein Gespräch ist kein Marathon – wählen Sie ein angemessenes Sprechtempo

Wer Selbstbewusstsein ausstrahlen will, sollte weder zu schnell noch zu langsam sprechen. Wenn Sie extrem schnell sprechen, sind Sie zum einen schwer zu verstehen und wirken zum anderen gehetzt. Ein sehr langsames Sprechtempo wirkt hingegen wenig dynamisch und im schlimmsten Fall planlos oder gelangweilt. Nehmen Sie sich doch einmal selber auf und lassen Sie Ihr Sprechtempo auf sich wirken!

Faktor Lautstärke: DU SOLLST NICHT SCHREIEN!

Ähnlich verhält es sich beim Thema Lautstärke: Es gilt, den gesunden Mittelweg zu finden. Wer zu leise spricht, kommt oft schüchtern und unsicher rüber. Eine zu hohe Lautstärke führt jedoch zu Unruhe oder wirkt sogar wütend, aggressiv oder verzweifelt. Wichtig ist, dass Sie für alle gut zu verstehen sind, ohne dabei unangenehm laut zu sein. Besonders schwierig ist die richtige Lautstärke, wenn weitere Geräuscheinflüsse (zum Beispiel eine Klimaanlage oder eine Schnellstraße) ins Spiel kommen. Denken Sie daher regelmäßig daran, Ihre Lautstärke bewusst wahrzunehmen und anzupassen.

Die Tonlage als Indikator für Selbstbewusstsein

Wie heißt es so schön: „Der Ton macht die Musik!“ Auch wenn dieser Satz unangenehm belehrend wirkt, ist er doch nicht falsch. Unsere Emotionen steuern unsere Tonlage unterbewusst. Bei Verzweiflung und Wut geht die Stimme oft in Sprüngen nach oben, bei Langeweile ist sie tendenziell tiefer und monoton. Achten Sie daher darauf, auch in brenzligen Situationen ruhig und in neutralem Ton zu sprechen. Dies ist übrigens kein Plädoyer dafür, Emotionen aus dem Arbeitsalltag herauszuhalten – das funktioniert ohnehin nicht. Sie sollten Ihre Anliegen jedoch besser sachlich und mit ruhiger Stimme kommunizieren.

Kein Nuscheln: Sprechen Sie deutlich!

Wir tendieren oft dazu, Endungen zu verschlucken und in der Aussprache undeutlich zu werden. Achten Sie daher darauf, möglichst deutlich zu sprechen. Eine klare Aussprache wirkt selbstbewusst und kompetent. Wer sich seiner Sache sicher ist, wählt seine Worte klar und „versteckt“ sie nicht.

Fazit: „Wir können nicht nicht kommunizieren!“

Dieses Zitat stammt aus der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawik. Damit ist gemeint, dass wir immer etwas ausstrahlen. Echte Neutralität gibt es nicht (und wenn, dann hat eine neutrale Haltung eben auch eine bestimmte Wirkung). Für eine selbstbewusste Ausstrahlung ist es daher sinnvoll, auf die eigene Körperhaltung und Intonation bewusst zu achten und sie gegebenenfalls zu steuern.

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