Was die Körpersprache über Ihren Joberfolg verrät

4 Worst-Practice-Beispiele für Körpersprache, mit der Sie garantiert nicht punkten

Im Bewerbungsgespräch und auch in der Geschäftswelt versuchen wir immer, uns treffend auszudrücken. Keine Floskeln, nichts allzu Privates, keine Umgangssprache. Aber nicht nur was wir erzählen ist wichtig. Auch unsere Körpersprache ist ausschlaggebend für den Eindruck, den wir bei unserem Gegenüber hinterlassen.

Man kann nicht nicht kommunizieren

Wenn die Tür aufgeht und jemand eintritt, entscheiden wir in Sekundenschnelle, wie diese Person bei uns ankommt – noch bevor das erste Wort gesprochen ist. Wenn die Schultern hängen und der Kopf gesenkt ist, denkt niemand an Selbstbewusstsein – eher an Mutlosigkeit oder Resignation. Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick stellte bereits Ende der 1960er Jahre fest: Man kann nicht nicht kommunizieren. Gestik, Mimik, Stimme und Haltung senden permanent Signale, die – neben unseren Worten – ein aussagekräftiges Bild von uns zeichnen. Die folgenden vier No-Gos sollten Sie deshalb vermeiden, um einen offenen und selbstbewussten Eindruck zu hinterlassen. 

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1. Rumfüßeln

Lässig an der Wand lehnen, hektisch mit den Füßen tippeln oder die Beine überkreuzen: Wer zu locker in einem Gespräch steht – oder eher hängt – strahlt vieles aus, nicht aber das gewünschte Selbstbewusstsein.

Besser: Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Eine aufrechte Haltung symbolisiert Aufrichtigkeit. Es kommt darauf an, ruhig und sicher zu stehen. Bei Präsentationen sollten Sie Ihre Bühne jedoch nutzen und hin und wieder herumgehen – so bleibt die Aufmerksamkeit auf Ihrer Seite. Wer unruhig wirkt, dem wird häufig Unsicherheit vorgeworfen. Auch Nähe und Distanz spielen eine wichtige Rolle. Wer jemandem zu nahe kommt, darf sich nicht wundern, wenn er auf Ablehnung stößt. Andersherum: Stehen Sie nicht zu weit von Ihrem Gesprächspartner entfernt – es könnte den Eindruck erwecken, dass Sie auf diese Geschäftsbeziehung keinen großen Wert legen. Wenden Sie Ihren Mitmenschen außerdem den gesamten Körper statt nur den Kopf zu, so vermitteln Sie Offenheit und Interesse und zeigen, dass Sie ganz und gar bei der Sache sind.

2. Handumdrehen

Zu Fäusten geballt. Vor der Brust verschränkt. Nervös geknetet. Viele Menschen wissen nicht, was Sie in wichtigen Gesprächen oder Vorträgen mit Ihren Armen und Händen anfangen sollen und falten sie oftmals vor dem Körper. Ein Fehler, denn zeigen Sie Ihrem Gegenüber den Handrücken, kann diese schließende Geste als unfreundlich und distanziert wahrgenommen werden.

Besser: Setzen Sie öffnende Gesten mit Ihren Armen und Händen ein, die das Gesagte unterstützen. Das Gespräch wird dadurch nicht nur lebendiger, Sie erreichen auch größere Aufmerksamkeit bei Ihren Gesprächspartnern. Relevant ist dabei vor allem die Höhe, in der sich Ihre Hände befinden: Während Gesten in Höhe der Taille als neutral und oberhalb als positiv gewertet werden, wirken Gesten unterhalb der Taille unsicher.

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3. Guckindieluft

Aus dem Fenster, auf die schicken Möbel, gen Decke – dahin weicht Ihr Blick aus, wenn Sie unsicher sind oder Ihnen etwas unangenehm ist. Selbst wenn Ihre Worte etwas anderes vermitteln, der Blick auf den Boden oder aus dem Fenster verrät Sie. Sie wirken schnell schüchtern oder sogar desinteressiert.

Besser: Halten Sie stets Blickkontakt mit Ihrem Gesprächspartner. Auf diese Weise sorgen Sie für eine selbstsichere Ausstrahlung – und signalisieren Ihrem Gegenüber gleichzeitig, dass Sie sich ernsthaft für seine Inhalte interessieren. Aber Achtung, nicht übertreiben!

4. Stammeln

Sie stottern vor Aufregung, stolpern über Ihre eigenen Worte. Ihre Stimme klingt plötzlich viel höher als sonst – oder bleibt gleich ganz weg. Vielen Menschen fällt es schwer, vor oder mit Fremden zu sprechen, besonders im geschäftlichen Kontext. Ihre Gesprächspartner registrieren Nervosität oder gar Angst. Verloren ist die Chance auf einen positiven ersten Eindruck.

Besser: Erst einmal durchatmen und dann: langsam, laut und deutlich reden. Ihre gesprochenen Worte verraten vieles über Ihren Gemütszustand – man hört, ob sie müde, angespannt oder aufgeregt sind. Ihre Glaubwürdigkeit steigt, wenn Sie gelassen und mit einem Lächeln auf den Lippen sprechen. Übrigens gilt das auch für Telefongespräche. Wichtige Telefonate sollten Sie deshalb nicht liegend auf dem Sofa führen, sondern im aufrechten Stand mit ausdrucksstarken Gesten begleiten.

Die Macht-Haltung einnehmen oder: ein Experiment

Unser Körper schweigt nie. Fühlen Sie sich niedergeschlagen oder ängstlich, sendet Ihr Körper unterbewusst genau diese Signale. Versuchen Sie, sich in solchen Situationen selbst in eine positive Haltung zu bringen – zum Beispiel mit einem überzeugten „Ich bin gut vorbereitet und erreiche mein Ziel”. In Ihrem bekannten TED-Talk (Link: www.ted.com/talks/amy_cuddy_your_body_language_shapes_who_you_are anguage=de ) spricht Amy Cuddy von den Macht-Posen, die dabei helfen, in stressigen Bewertungssituationen zu glänzen. Wer zwei Minuten lang bewusst in einer aufrechten und stolzen Körperhaltung verbringt, ist nachweislich selbstsicherer, bestimmter und fühlt sich wohl.

„Unsere nonverbalen Aktionen beeinflussen uns darin, wie wir über uns selbst denken und fühlen.“

Zwei Minuten Macht-Posing genügen laut der Expertin, um sich mental in eine positive Grundstimmung zu bringen. Und genau diese positive Haltung lesen Ihre Gesprächspartner dann auch an Ihrer Körpersprache ab.

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  • May172017

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