Examinierte Pflegefachkraft

Sie haben Freude am Umgang mit Menschen und möchten gerne im sozialen Bereich pflegerisch tätig werden? Dann wäre eine Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft bestimmt genau das Richtige für Sie. Wenn Sie zudem Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Belange von älteren und/oder kranken Menschen mitbringen sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen, haben Sie gute Voraussetzungen, um diesen Beruf zu ergreifen. Pflegefachkräfte werden immer mehr gebraucht, da die Zahl älterer Menschen stetig zunimmt.

Allgemeines/Aktuelles:

Der Beruf der Pflegefachkraft ist außergewöhnlich vielseitig und abwechslungsreich. Da es viele Institutionen gibt, die auf Pflegefachkräfte angewiesen sind, ist dies ein zukunftssicherer Berufszweig. Auch durch die Überalterung der Gesellschaft und die stetig steigende Zahl von an Demenz oder psychisch erkrankten Pflegebedürftigen steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften.

Als Pflegefachkraft verfügt man über gute Weiterbildungsmöglichkeiten: Man kann sich nach der Ausbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen fortbilden, eine ähnliche Weiterbildung mit IHK-Prüfung absolvieren oder Qualifizierungslehrgänge belegen. Neben der IHK-Prüfung bieten sich EDV-Kurse, Bobath-Kurse oder Kurse in Kinästhetik, Pflegeplanung oder Palliativbegleitung an. Es gibt auch zahlreiche berufsbegleitende Aufstiegsweiterbildungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Fachbereichen wie onkologische Pflege, Psychiatrie, Anästhesie und Intensivpflege, Gerontopsychiatrie, Notfallmedizin oder häusliche Intensivpflege.

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, hat mit einem Hochschulstudium – wie z. B. im Bereich Pflegewissenschaften, Pflegemanagement oder Pflegepädagogik – ideale Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg.

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Wie sieht der Arbeitsalltag einer examinierten Pflegefachkraft aus? 

Als qualifizierte Pflegefachkraft übernimmt man die Pflege, Betreuung und Beratung von pflegebedürftigen Menschen aller Altersklassen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Man wählt geeignete präventive, kurative und palliative Maßnahmen aus und bespricht diese zusammen mit den Angehörigen. Im Vordergrund der Arbeit steht immer der Mensch, den man betreut und unterstützt. Die grundpflegerischen Tätigkeiten bestehen in der Unterstützung und Hilfe der Pflegebedürftigen. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:  

  • Körperpflege wie Waschen, Duschen und Toilettengänge
  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Wechseln der Verbände
  • Versorgung von Wunden
  • Messen von Blutdruck, Temperatur, Puls und Atmung
  • Beobachten des Patienten bezüglich Schlafverhalten und Toilettenhäufigkeit
  • Dokumentieren der Daten mittels entsprechender Software
  • Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden 


Als Pflegefachkraft ist man auch Ansprechpartner für Angehörige der Pflegebedürftigen, bietet ihnen eine psychische Betreuung und hat ein offenes Ohr für deren Sorgen und Nöte. Sie berät diese in pflegerelevanten Fragen und leitet an, Pflegemaßnahmen zu Hause selbst durchzuführen. Des Weiteren hilft sie bei der Beantragung nötiger Hilfsmittel oder Feststellen der Pflegebedürftigkeit beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Als ausgebildete Pflegefachkraft stellt sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Therapeuten, Ärzten, Angehörigen und Patienten dar. 

Ihre Tätigkeit übt die Pflegefachkraft unter Beachtung ihrer Berufspflichten eigenverantwortlich und eigenständig im Rahmen der von den Ärzten angeordneten Maßnahmen aus. Zudem assistiert sie Ärzten bei therapeutischen Maßnahmen, wirkt mit bei der Diagnostik und Therapie und nimmt an Besprechungen und Visiten teil. Bei der Entwick-lung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten ist sie beteiligt und integriert diese in ihr Pflegekonzept. Auch Abrechnungs- und Verwaltungsarbeiten wie z. B. die Bestellung von Material und Medikamenten sind Bestandteil der Tätigkeit als Pflegekraftkraft. 

Wenn man eine hohe soziale, fachliche und personale Kompetenz mitbringt und Interesse an sozialen, pflegerischen und medizinischen Aufgaben hat, wenn man pflegebedürftigen Menschen Hilfe und Betreuung geben möchten, ist man für den Beruf der Pflegefachkraft bestens geeignet. Zudem sollte man teamfähig und belastbar sein und sich auf Patienten aller Altersgruppen mit den unterschiedlichsten Krankheitssymptomen einstellen können. Auch EDV-Kenntnisse sind notwendig, da zur täglichen Arbeit einer Pflegefachkraft auch Verwaltungs- und Organisationsaufgaben gehören.

Übt man den Beruf der Pflegefachkraft aus, sollte man Flexibilität und Belastbarkeit mitbringen. Viele empfinden es als schön, abends nach Hause zu gehen und zu wissen, dass die Bewohner bzw. Pflegebedürftigen und deren Angehörige zufrieden sind. Deren Dankbarkeit merkt man oft schon an einem kleinen Lächeln – und das spornt an. Außerdem ist es wichtig, folgende sieben Eigenschaften in seinen Arbeitsalltag zu integrieren: 

1. Zuhören: Als Pflegefachkraft muss man sich nicht nur gut ausdrücken können, um zum Beispiel dem Patienten oder der Familie einen Behandlungsvorgang oder einen Sachverhalt verständlich zu erklären. Man muss auch sehr gut zuhören können, um die Bedürfnisse und Probleme des Patienten und seiner Familie erkennen zu können. Zuhören ist oft ein wichtiger Schritt im Beziehungsaufbau zu Patienten.

2. Empathie: Eine professionelle Pflegefachkraft muss mit einer guten Portion Einfühlungsvermögen ausgestattet sein. Im täglichen Kontakt mit schwerkranken Menschen muss man fähig sein, Mitgefühl auszudrücken, Trost zu spenden und empathisch auf Angehörige einzugehen.

3. Respekt: Vor allem muss eine Pflegefachkraft, um ihre tägliche Arbeit auszuüben, Respekt haben. Dieser ist Grundvoraussetzung für einen würdevollen Umgang mit schwerkranken und sterbenden Patienten. 

4. Humor: Humor ist eine Eigenschaft, mit der man die Herzen seiner Patienten gewinnen kann. Ein kleines Lächeln kann schon den Tag für die Pflegefachkraft selbst und für den Patienten verändern. 

5. Aufmerksamkeit: Eine professionelle Pflegefachkraft schenkt auch kleinen Dingen Beachtung. Sie weiß, dass gerade kleine Dinge einen Unterschied machen, in medizinischen, wie auch interpersonalen Belangen.

6. Teamwork: Sie arbeitet mit Patienten, Angehörigen, Familien, Ärzten und anderen Fachkräften zusammen. Ein Gefühl für Teamwork muss dabei unbedingt vorhanden sein, denn ohne das gelingt die Zusammenarbeit mit anderen nicht. Pflegefachkräfte sind kooperative und mitdenkende Teamplayer, von denen man viel lernen kann.

7. Selbstsorge: Als Pflegefachkraft muss man körperlich fit und emotional stabil sein. Deshalb ist es wichtig, dass Pflegefachkräfte gut Sorge tragen für sich selbst. Sie müssen einen Ausgleich schaffen, zu ihrem sehr fordernden Arbeitsalltag.

Die Ausbildung 

Als Pflegefachkraft werden Gesundheits- und Krankenpfleger, Kindergesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger bezeichnet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung an einer Pflegefachschule ab. Wenn bereits eine Ausbildung zum Kranken- oder Altenpflegehelfer absolviert wurde, kann die Ausbildungszeit um ein Jahr verkürzt werden. Eine Ausbildung zur Pflegefachkraft ist auch im Fernstudium möglich. 

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird an einer staatlich anerkannten Krankenfachschule sowie ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Dauer und Inhalt der Ausbildung werden durch das Krankenpflegegesetz sowie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Berufe in der Krankenpflege vorgeschrieben. 

Voraussetzungen für die Ausbildung oder Umschulung zur Pflegefachkraft:

  • Persönliche und gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Schulabschluss oder eine sonstige 10-jährige Schulausbildung
  • Hauptschulabschluss plus eine abgeschlossene, mindestens 2-jährige fachfremdeBerufsausbildung oder eine mindestens 1-jährige Ausbildung als Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer 


Ein Mindestalter ist nicht vorgeschrieben. Wegen der hohen psychischen Anforderungen, die die Ausbildung zur Pflegefachkraft mit sich bringt, bevorzugen die meisten Ausbildungsstätten jedoch Bewerber, die mindestens 17 Jahre alt sind.

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im theoretischen Teil der Ausbildung zur Pflegefachkraft, der insgesamt 2.100 Stunden umfasst, werden pflegerelevante Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:

  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  • Naturwissenschaften und Medizin
  • Sozial- und Geisteswissenschaften
  • Wirtschaft, Recht und Politik 


Die praktische Ausbildung umfasst 2.500 Praxisstunden in stationären und ambulanten Einrichtungen verschiedener Fachgebiete:

  • Innere Medizin
  • Geriatrie
  • Neurologie
  • Pädiatrie
  • Psychiatrie
  • Entbindungs- und Säuglingsstation
  • Gynäkologie
  • Chirurgie
  • Orthopädie


Die Prüfung zur Pflegefachkraft

  • Die 3-jährige Ausbildung zur Pflegefachkraft endet wie eine IHK-Prüfung mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. Die schriftliche und mündliche Prüfung richtet sich nach der jeweiligen Spezialisierung zur Kranken-, Kinderkranken- oder Altenpflegekraft.
  • Die praktische Prüfung legt man in der Einrichtung ab, in der man den Praxisteil der Ausbildung absolviert hat. Diese Prüfung besteht zumeist darin, eine Pflegeplanung auszuarbeiten und anschließend die entsprechenden Pflegemaßnahmen durchzuführen.
  • Für jeden Prüfungsteil erhält man eine Note. Wer in einer Prüfung schlechter als mit der Note „ausreichend“ abgeschnitten hat, darf diese einmal wiederholen.  


In welchen Bereichen arbeiten examinierte Pflegefachkräfte? 

  • Krankenhäusern
  • Pflege- und Altenheimen
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Hospizen
  • Ambulanten Pflegediensten
  • Krankenstationen von Justizvollzugsanstalten 
  • Sonstigen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens. 

Zudem sind Pflegefachkräfte oft in beratender und gutachterlicher Funktion bei Gesundheits-ämtern, Krankenkassen, Pflegestützpunkten oder beim Medizinischen Dienst tätig. 

Wussten Sie schon, dass …

  • … die Gesundheits- und Krankenpfleger neben Feuerwehrleuten und Piloten konstant zu den drei vertrauenswürdigsten Berufen Deutschlands gehören? 89 % der Bevölkerung spricht ihnen ein „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen aus.
  • … Experten bis zum Jahr 2020 einen Bedarf von 220.000 zusätzlichen Vollzeitkräften in der Altenpflege voraussagen?
  • … sich Gesundheits- und Krankenpflegehelfer nach den ersten praktischen Berufserfahrungen oft weiterbilden und den Status einer examinierten Pflegekraft anstreben? Aufgrund der gesammelten Praxiserfahrungen haben sie so beste Chancen zur Weiterbildung.


Verwandte bzw. ähnliche Berufe zum/zur examinierten Pflegefachkraft  

  • Altenpfleger/in 
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in  
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger 
  • Hebamme/Entbindungspfleger
  • Heilerziehungspfleger/in 
  • Fachkraft-Pflegeassistenz
  • Fachkraft-Altenbetreuung  


Quellen: www.pflegefachkraft.org, www.berufe.eu, www.ausbildungspark.com/berufsbilder/altenpfleger/

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