Familienfreundlichkeit im Unternehmen fördern

Familienfreundlichkeit hat in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen – denn viele Arbeitnehmer möchten und müssen sich nicht mehr zwischen Familie oder Karriere entscheiden. Insbesondere für Unternehmen ist Familienfreundlichkeit zu einem wichtigen Faktor geworden, um die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen.

Um hochqualifizierte Kräfte für sich zu gewinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, setzen darum immer mehr Arbeitgeber gezielt auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen und ermöglichen ihren Mitarbeitern auf diese Weise, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Auch Sie wünschen sich familienfreundlichere Bedingungen in Ihrem Job? Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt, mit denen auch in Ihrem Unternehmen die Familienfreundlichkeit gezielt gefördert werden kann!

 

Definition Familienfreundlichkeit

Doch was bedeutet „familienfreundlich“ eigentlich ganz konkret? Was zählt zu Familienfreundlichkeit? Eine erste Definition liefert der Duden: Familienfreundlich ist, was „der Familie (als sozialer Gruppe) dienlich, ihr entgegenkommend [und] sie fördernd“ ist (https://www.duden.de/rechtschreibung/familienfreundlich).  Spricht man in der Arbeitswelt also von Familienfreundlichkeit, geht es vor allem darum, die Bedürfnisse und Belange von Familien zu berücksichtigen und dementsprechend die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Da jedoch der Familienbegriff äußerst vielfältig ist, muss auch Familienfreundlichkeit von Unternehmen weit gefasst werden. Denn nicht nur Eltern mit (jungen) Kindern profitieren von familienfreundlichen Maßnahmen und Bedingungen, sondern beispielsweise auch Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Lebensphasenorientierte Personalpolitik

Da sich die familiären ebenso wie die persönlichen Anforderungen von Arbeitnehmern über die Zeit verändern, setzt sich im Personalwesen nicht nur Familienfreundlichkeit, sondern auch eine lebensphasenorientierte Personalpolitik immer weiter durch. Hierbei werden die individuellen Lebensphasen, beispielsweise Aus- und Weiterbildungszeiten, und damit der Mensch als Ganzes optimal unterstützt und gefördert. Über langfristige Vereinbarungen zu flexibler Arbeitszeit wird von Unternehmensseite somit auf schwankende Zeiterfordernisse von Mitarbeitern eingegangen.

 

Welche Vorteile haben Unternehmen von Familienfreundlichkeit?

Laut einer Umfrage auf Statista ist Familienfreundlichkeit nach dem Betriebsklima der zweitwichtigste Faktor für Arbeitgeberattraktivität. Damit ist bereits zu erkennen, dass familienfreundliche bzw. lebensphasenorientierte Personalpolitik auch in Zukunft immer wichtiger werden wird. Doch familienfreundliche Arbeitsbedingungen lohnen sich nicht nur für Sie als Arbeitnehmer – auch Unternehmen profitieren hiervon!

Egal, ob kleines, mittelständisches oder Großunternehmen – die Förderung von Familienfreundlichkeit lohnt sich für Arbeitgeber in vielerlei Hinsicht:

  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität
  • geringe Mitarbeiterfluktuation
  • Kostenreduktion
  • Verbesserung des Betriebsklimas
  • höhere Motivation und Produktivität

 

 

Arbeitgeberattraktivität

Familienfreundliche Arbeitsbedingungen verbessern unmittelbar das Image und damit die Arbeitgeberattraktivität Ihres Unternehmens. Diese hat zudem einen direkten Einfluss auf den Wettbewerbsvorteil und damit auf die Rekrutierung neuer Fachkräfte – schließlich legen viele potentielle Mitarbeiter großen Wert auf Familienfreundlichkeit. Darüber hinaus sind zufriedene Mitarbeiter eher dazu geneigt, ihren Arbeitgeber weiterzuempfehlen und tragen somit ebenfalls zum positiven Image des Unternehmens bei.

Mitarbeiterfluktuation und -bindung

Eng mit der Arbeitgeberattraktivität hängt auch die Mitarbeiterfluktuation zusammen. Sind Sie als Mitarbeiter mit Ihren Arbeitsbedingungen zufrieden, ist es unwahrscheinlich, dass Sie den Arbeitgeber wechseln. Damit stärkt Familienfreundlichkeit also auch die Mitarbeiterbindung und senkt gleichzeitig die Mitarbeiterfluktuation.
Wissen und Knowhow sind wichtige Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Da aufgrund des demographischen Wandels ältere Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung und Expertenwissen immer wichtiger werden, hat Familienfreundlichkeit auch hier einen positiven Effekt: Familienfreundliche Unternehmen können diese Mitarbeiter langfristig binden und verhindern damit, dass wichtiges Knowhow verloren geht.

Kostenreduktion

Fachkräftemangel, hohe Mitarbeiterfluktuation und häufige Fehlzeiten verursachen Ihrem Unternehmen hohe Kosten. Diese kann Ihr Unternehmen durch den Einsatz einer familienbewussten Personalpolitik leicht einsparen. Daneben kehren Mitarbeiter in familienfreundlichen Unternehmen nach der Elternzeit schneller wieder zu ihrem Beruf zurück – auch hierdurch spart der Arbeitgeber zahlreiche Kosten.

Verbesserung des Betriebsklimas, der Motivation und der Produktivität

Wie Sie möglicherweise selber genau wissen, kann es sehr stressig sein, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Die Förderung von Familienfreundlichkeit hat daher auch einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit, Motivation und auch Produktivität der Mitarbeiter Ihres Unternehmens. Verbesserte Arbeitsbedingungen zahlen sich aus, denn damit steigt auch die Loyalität zum Unternehmen. Als zufriedener Mitarbeiter sind Sie motivierter und arbeiten dementsprechend mit größerer Effektivität und Effizienz.

 

Wie können Unternehmen familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen?

Die Förderung einer familienfreundlichen Betriebskultur ist also eine klare Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie möchten Familienfreundlichkeit in Ihrem Unternehmen stärken, wissen aber nicht, wie? Keine Sorge, es gibt viele kostengünstige Maßnahmen, mit denen ein familienfreundliches Arbeitsumfeld geschaffen werden kann.

Familientaugliche Arbeitszeiten durch flexible Arbeitszeitmodelle

Die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen ist nicht nur ein Schritt zur Verbesserung von Familienfreundlichkeit, sondern darüber hinaus für alle Beschäftigten interessant. Zeitsouveränität und die Planbarkeit der Arbeitszeit gehören zu den wichtigsten Faktoren, um Familie und Beruf vereinbaren zu können.

  • Teilzeitarbeit

Relevant sind hier vor allem Teilzeitarbeitsmodelle, die je nach familiärer Situation der Mitarbeiter individuell angepasst werden können. Außerdem gehören zudem Vertrauensarbeitszeit und damit auch Gleitzeit sowie flexible Endzeiten zur Umsetzung einer familienfreundlichen Strategie. Auch bei bestehenden Servicezeiten, die strikt eingehalten werden müssen, können solche Modelle funktionieren. Hier liegt es in der Eigenverantwortung der einzelnen Teams, diese Zeiten einzuhalten.

Grundsätzlich gilt für jegliche Teilzeitmodelle auch: Der Aus- und Wiedereinstieg sollte klar geregelt sein. Entscheiden Sie oder Ihre Mitarbeiter sich dafür, in Elternzeit zu gehen, muss unternehmensseitig die Stellvertretung und Vorbereitung auf den Wiedereinstieg geregelt sein. Rückkehrgespräche und die Möglichkeit, auch während der Elternzeit berufliche Qualifizierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen zu können, lohnen sich für Arbeitnehmer und -geber. Daneben sollten Mitarbeiter sich stets dafür entscheiden können, von Voll- auf Teilzeit und wieder zurück zu wechseln – auch über nachträgliche Aufstockung der Stunden. Wird den Arbeitnehmern auf diese Weise der Weg zurück in den Beruf erleichtert, profitieren beide Seiten optimal von dem Potential der Familienfreundlichkeit.

  • Langzeitarbeitskonten

Darüber hinaus tragen auch Langfristarbeitszeitkonten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Über ein solches Langzeitkonto können Mitarbeiter die Arbeitszeit von Überstunden und nicht genommener Urlaubstage über einen langen Zeitraum sparen und diese bei Bedarf, z. B. bei familiären Notfällen oder für ein Sabbatical, „einlösen“.  In Abstimmung mit dem Arbeitgeber können auf diese Weise auch Einkommensausfälle in Phasen mit Teilzeitarbeit abgefedert werden. Insbesondere für berufliche Qualifizierungsphasen sind solche Langzeitkonten für Arbeitnehmer interessant.

Zusammengefasst bieten also u.a. folgende Arbeitszeitmodelle die Möglichkeit zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit:

  • Teilzeitmodelle mit geregeltem Aus- und Wiedereinstieg
  • Vertrauensarbeitszeit
  • Gleitzeit
  • flexible Endzeiten
  • Langfristarbeitszeitkonten

 

 

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Familiengerechte Arbeitsorganisation

Neben verschiedenen Arbeitszeitmodellen lässt sich Familienfreundlichkeit jedoch auch mit Anpassungen in der Arbeitsorganisation verbessern. Wie bei so vielem hat die abgestimmte Organisation im Team und der Abteilung einen großen Einfluss darauf, wie gut sich Beruf und Familie vereinbaren lassen. Damit können auch Sie als Arbeitnehmer einen direkten Einfluss auf die Familienfreundlichkeit an Ihrem Arbeitsplatz haben.

  • Organisation im Team

Wird die Arbeit im Team gut abgesprochen und funktioniert, ist es für alle Teammitglieder einfacher, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen. Eine sinnvolle Verbesserung besteht beispielsweise darin, die Besprechungszeiten und Meetings mit den regulären Öffnungs- und Betreuungszeiten von Kindergärten etc. abzustimmen, da Meetings am späten Nachmittag für Mitarbeiter, die in Teilzeit arbeiten oder grundsätzlich an Öffnungszeiten gebunden sind, nur schwer eingeplant werden können.

  • Aufgaben sinnvoll strukturieren

Auch die strukturierte Aufteilung von Aufträgen und Projekten kann zur Entstehung die Familienfreundlichkeit im Arbeitsumfeld stärken. Hierzu gehört auch eine nachvollziehbare Dokumentation, mit der sich Arbeitskollegen schneller in Ihre Aufgaben einarbeiten können. Dies ist äußerst hilfreich, wenn ein Mitarbeiter kurzfristig vertreten werden muss.

  • Neue Arbeitsmodelle nutzen

Neue Arbeitsmodelle, wie beispielsweise das der Teilzeit-Führungskraft oder Jobsharing, bei dem sich zwei Mitarbeiter in Teilzeit eine (Führungs-)Postition teilen, kann die Familienfreundlichkeit in Ihrem Unternehmen stärken. Stimmt die Organisation untereinander, können solche Modelle eine großartige Chance sein – und das nicht nur für Eltern.

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können bereits bei der Organisation ihrer Arbeit ansetzen, um ein familiengerechtes Umfeld zu schaffen. Wichtig sind hier insbesondere folgende Punkte:

  • gute Organisation im Team
  • auf Betreuungszeiten abgestimmte Besprechungszeiten
  • strukturierte Aufteilung von Arbeitsaufträgen und deren Dokumentation
  • Verantwortung teilen, Jobsharing

 

Familienfreundliches Arbeitsumfeld

In mehr und mehr Unternehmen führt die Digitalisierung zur Entkopplung der Arbeitszeit vom Arbeitsort und ermöglicht auf diese Weise die Entstehung neuer Arbeitsmodelle. So lässt sich der Arbeitsort mittlerweile flexibel wählen: Je nach Branche und Tätigkeit ist es für Sie oder Ihre Mitarbeiter möglich, einen Teil der Arbeitszeit im Home-Office oder Telearbeit zu verbringen. So können Sie oder Ihre Mitarbeiter sich lange Anfahrtswege sparen und motivierter sowie produktiver arbeiten.

  • Familienfreundlichkeit als Unternehmenskultur

Doch noch immer herrscht in vielen Unternehmen eine starke Präsenzkultur – als Arbeitgeber oder Führungskraft sollten Sie daher darauf achten, dass Ihre Mitarbeiter pünktlich Feierabend machen. Hiermit signalisieren Sie zudem, dass Sie die Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen.

  • Spielraum auf der Arbeit

Außerdem können Sie mit Eltern-Kind-Arbeitsplätzen für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld sorgen. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern mit dem Einrichten von Eltern-Kind-Büros die Möglichkeit, Kinder in Notfällen nach Absprache mit zur Arbeit bringen zu können. So lassen sich ungeplante Fehlzeiten leicht verhindern.

Wie bereits bei den Arbeitszeitmodellen können Unternehmen eine familienbewusste Betriebskultur auch mit der Flexibilisierung des Arbeitsortes stärken:

  • Home-Office bzw. Telearbeit ermöglichen
  • Präsenzkultur abschaffen
  • Eltern-Kind-Büros einrichten

 

Betreuungsunterstützung

Neben den bisher genannten Unterstützungsmöglichkeiten, die die Familienfreundlichkeit im Unternehmen verbessern können, haben Arbeitgeber jedoch auch die Möglichkeit, Familien die Betreuung auf andere Weise zu erleichtern.

  • Betriebsinterne Betreuung

Die Einrichtung von Eltern-Kind-Arbeitsplätzen ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Ist Ihr Unternehmen groß genug und gibt es genügend Mitarbeiterkinder, kann die Eröffnung einer betriebseigenen Kita oder Ferienbetreuung lohnenswert sein. Hierbei besteht auch die Möglichkeit, eine Kindertagesstätte gemeinsam mit benachbarten Unternehmen zu eröffnen und die Familienfreundlichkeit an einem breiteren Standort gemeinsam zu verbessern.

  • Betreuungskontingente und Zuschüsse

Kann oder soll die Betreuung am direkten Arbeitsplatz nicht realisiert werden, können Unternehmen ihre Mitarbeiter selbstverständlich auch bei der Suche nach Betreuungsplätzen unterstützen. Dies kann in Form von Kooperationen geschehen, bei denen Belegplätze für die Kinder der Mitarbeiter bei bereits bestehenden Einrichtungen oder Tagesmüttern reserviert werden. Besonders, wenn es in Ihrem Unternehmen nur wenige Mitarbeiter mit Kindern gibt, kann diese Lösung sinnvoll sein. Darüber hinaus stärkt auch die Bezuschussung der Kinderbetreuung die Familienfreundlichkeit im Betrieb enorm.

  • Kinderbetreuung ist nicht genug

Da es bei Familienfreundlichkeit nicht nur darum geht, Eltern mit Kindern zu unterstützen, sondern auch Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen, sollten Unternehmen auch Pflegeangebote einbringen. Arbeitnehmer, die ein Familienmitglied pflegen müssen, haben es sehr schwer, denn Pflegekosten sind teuer und Pflegeplätze sowie Pflegepersonal rar. Unterstützen können Unternehmen hier, indem den Mitarbeitern der Zugang zu kompetenten Beratungsangeboten und zu spezialisierten Dienstleistern gewährt wird. Wie bei der Kinderbetreuung können Unternehmen hier betriebsinterne Angebote anbieten oder mit externen Dienstleistern kooperieren.

Somit kann Familienfreundlichkeit auf ganz vielfältige Weise im Unternehmen eingebracht und gestärkt werden. Als Arbeitgeber ist es daher sinnvoll, nicht nur im Bereich der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort zu agieren, sondern Familienfreundlichkeit auch über andere Wege zu fördern:

  • Eröffnen einer betriebseigenen Kita oder Ferienbetreuung
  • Unterstützung bei der Suche nach Betreuungsplätzen
  • Kinderbetreuungszuschüsse
  • Interne Betreuungsmöglichkeiten schaffen
  • Pflegeangebote mit Zugang zu Beratung und Dienstleistern

 

Kommunikation als Schlüssel zur Familienfreundlichkeit

Sie wünschen sich als Arbeitnehmer familienfreundliche(-re) Arbeitsbedingungen? Kommunikation ist hier der Schlüssel! Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber auf, welche Chancen die Förderung von Familienfreundlichkeit birgt und bringen sich selbst aktiv und kooperativ ein. Liefern Sie konkrete Vorschläge zur Umsetzung und zeigen Sie Ihr Entgegenkommen.

Auch als Arbeitgeber reicht es nicht, einfach alle genannten Möglichkeiten unbedingt umzusetzen. Erkundigen Sie sich bei Ihren Mitarbeitern nach deren Bedürfnissen – welche Maßnahmen sind überhaupt sinnvoll? Besonders das Konzept der lebensphasenorientierten Personalpolitik macht deutlich, dass die arbeitnehmerseitigen Anforderungen stark variieren können. Es ist daher wichtig, dass individuell passende Lösungen gefunden werden. Um mehr über die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Mitarbeiter zu erfahren, eignet sich beispielsweise eine Mitarbeiterbefragung.

Informationswege nutzen

Haben Sie oder Ihr Unternehmen sich dazu entschieden, familienfreundliche Konzepte umzusetzen, ist das toll – nützt jedoch nur wenig, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter nicht darüber in Kenntnis gesetzt werden. Es ist daher ebenfalls äußerst wichtig, dass Arbeitnehmer wissen, welche Möglichkeiten ihnen an ihrem Arbeitsplatz offen stehen. Information ist daher das A und O!

Dabei gibt es unterschiedliche Informationswege, die Unternehmen nutzen können, um ihre Mitarbeiter mit Informationen zu innerbetrieblichen Angeboten zu versorgen:

  • Betriebliche Memos
  • Intranet
  • E-Mail-Verteiler
  • Schwarzes Brett

 

Grundvoraussetzungen für Familienfreundlichkeit

Doch die beste Strategie nutzt wenig, wenn bestimmte Grundvoraussetzungen nicht gegeben sind:

  • Vertrauen zu Kollegen und Arbeitgeber
  • Flexibilität, um auf Notfall-Situationen zu reagieren
  • Verständnis
  • Zustimmung der Vorgesetzten
  • individuelle Lösungsfindung
  • klare Kommunikation
  • unterstützendes soziales Netzwerk der Eltern

 

Sollen familienfreundliche Maßnahmen und Konzepte erfolgreich umgesetzt werden, ist es wichtig, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer am selben Strang ziehen. Die beste Strategie wird scheitern, wenn Ihre Führungskraft es insgeheim doch nicht gerne sieht, wenn Sie die Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit in Anspruch nehmen oder sich nicht auf Kompromisse einlässt. Darum ist es wichtig, dass alle Beteiligten einander entgegenkommen und Lösungen gefunden werden, die sowohl den Mitarbeitern als auch dem Unternehmen gerecht werden.

 

Checkliste für mehr Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz

Sie wollen den Faktor Familienfreundlichkeit in Ihrem Unternehmen verbessern? Mit dieser Checkliste wird es Ihnen garantiert gelingen:

  1. Betrachten Sie den Status Quo: Welchen Bedarf haben Ihre Mitarbeiter? An welchen Punkten können Sie die Familienfreundlichkeit in Ihrem Betrieb weiter ausbauen? Welche Maßnahmen sind machbar und welche sinnvoll?
  2. Denken Sie den Familienbegriff ganzheitlich: Machen Sie sich bewusst, dass es bei Familienfreundlichkeit nicht nur um das klassische Familienmodell geht, bei dem Elternzeit und Überbrückungsmaßnahmen nötig sind. Auch die Unterstützung von Alleinerziehenden oder Mitarbeitern, die Familienangehörige pflegen, sind wichtige Aspekte bei der Familienfreundlichkeit.
  3. Sichten Sie die Möglichkeiten: Welche Maßnahmen zur Verbesserung der familienfreundlichen Betriebskultur sind für Ihr Unternehmen sinnvoll und machbar? Welche Möglichkeiten zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort können Sie einführen?
  4. Treffen Sie konkrete Regelungen: Halten Sie Ihre Maßnahmen, die im Zuge der familienfreundlichen Strategie durchgeführt werden sollen, in einem Regelwerk fest und treffen Sie verbindliche Vereinbarungen, die klar kommuniziert werden.
  5. Sorgen Sie für Vertrauen: Indem auch Ihre Führungskräfte und die Geschäftsleitung Familienfreundlichkeit offen kommunizieren und vorleben, nehmen Sie Ihren Mitarbeitern mögliche bestehende Hemmungen.
  6. Behalten Sie Ihre Ziele im Blick: Das Schaffen einer familienfreundlichen Unternehmenskultur ist ein kontinuierlicher Prozess. Evaluieren Sie daher Ihre Maßnahmen für Familienfreundlichkeit regelmäßig und passen diese gegebenenfalls an. Denn die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter ändern sich und Sie als Arbeitgeber sollten darauf reagieren können.

 

 

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