Mutter und Führungskraft – ein unmöglicher Spagat?

Mutter und Führungskraft – das ist eine Doppelverantwortung, die nicht einfach zu stemmen ist. Noch heute sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert und viele weibliche Führungskräfte bleiben kinderlos. Lesen Sie, wie der Spagat zwischen Führungsverantwortung und Kinderbetreuung gelingen kann!

Mutter und Führungskraft: Der Schlüssel heißt Flexibilität

Elternschaft und Führungsverantwortung – das muss sich nicht ausschließen! Klar ist aber, dass neue Modelle und frische Ideen notwendig sind, damit es klappt. In erster Linie brauchen Sie Flexibilität, um die doppelte Verantwortung meistern zu können. Auf einige Faktoren haben Sie dabei keinen direkten Einfluss, zum Beispiel darauf, ob Sie vor Ort eine Ganztagesbetreuung in Anspruch nehmen können. Andere Faktoren jedoch können von Ihnen angesprochen und eingefordert werden. Möglichkeiten, mehr Flexibilität zu erlangen, sind unter anderem die folgenden:

  • Home Office
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Arbeitszeitreduzierung
  • Verantwortung teilen


Flexibilität im Home Office

Immer mehr Arbeitgeber bieten an, dass die Arbeit teilweise im Home Office erledigt werden darf. Das kann für junge Eltern eine unheimliche Erleichterung sein. Zum einen spart es Wege und damit Zeit ein, zum anderen ermöglicht Home Office zum Beispiel, trotz kranker Kinder zu arbeiten. Das Modell wird immer populärer, der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert sogar ein generelles Recht auf Home Office. Sie können die Möglichkeit, tageweise von zu Hause zu arbeiten, also auf jeden Fall ansprechen. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass im Home Office die Produktivität steigt!

Flexible Arbeitszeiten

Im Büro von 8:00 bis 17:00 – in vielen Firmen hat das Modell bereits ausgedient. Für junge Mütter in Führungsposition können flexible Arbeitszeiten den Alltag stark erleichtern. Ein Kinderarzttermin am Mittag oder morgens ist kein Problem, wenn Sie dafür einfach abends eine Stunde länger bleiben können. Durch die Vereinbarung von flexiblen Arbeitszeiten kann der Spagat zwischen den Aufgaben als Mutter und denen als Führungskraft viel leichter gelingen. Dabei ist die Maßnahme ziemlich einfach, denn der Arbeitgeber hat durch dieses Modell eigentlich keine Nachteile.

Führungskräfte führen nicht den ganzen Tag

Gerade, wenn die Kinder noch sehr klein sind, ist Vollzeitarbeit auch trotz flexibler Arbeitszeiten und Home Office oft einfach nicht möglich. Eine Arbeitszeitreduzierung für Führungskräfte ist oft eine Forderung, bei der für viele Arbeitgeber eine Grenze erreicht ist. Die Konsequenz, hochqualifizierte Frauen in Führungspositionen in dieser Phase zu verlieren, kann aber auch keine befriedigende Lösung sein, auch nicht für die Unternehmen. Viele Firmen trauen sich inzwischen deshalb, Führungskräfte in Teilzeit zu beschäftigen. Überlegen Sie mal Folgendes: Auch Führungskräfte haben ihre ganz normalen täglichen Aufgaben im Job, die nichts mit Teamleitung zu tun haben. Das tatsächliche Führen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt im Arbeitsalltag einer Führungskraft vielleicht 20 bis 30 Prozent in Anspruch. Eine leitende Position kann mit der richtigen Organisation also auch in Teilzeit absolviert werden. Wichtig sind das sinnvolle Delegieren von Aufgaben und geschickte Priorisierung.

Verantwortung teilen: Die Rolle des Partners

Dieser Artikel heißt „Mutter und Führungskraft – ein unmöglicher Spagat?“ und nicht „Vater und Führungskraft – ein unmöglicher Spagat?“ – warum eigentlich? Viel zu oft werden Karriere und Elternschaft bei Männern auch heute noch nicht als Widerspruch wahrgenommen, bei Frauen aber schon. Der vielleicht wichtigste Tipp an Frauen mit Kindern in Führungsposition lautet daher: Fordern Sie von Beginn an konsequent gleichberechtigten Einsatz in der Erziehungsarbeit ein. Jede Entscheidung sollte gemeinsam durchdacht und getroffen werden. Achten Sie darauf, nicht unbewusst in festgefahrenen Rollenmustern zu denken – dies passiert oft auch Frauen! Das beginnt bei der Elternzeit und endet bei der Frage, wer das Kind mit Magen-Darm-Grippe aus der Kita abholen muss.

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    So setzen Sie Flexibilität im Beruf durch

    Die Unternehmensleitung ist oft skeptisch, wenn es um Mütter in Führungspositionen und Flexibilität durch die vorgestellten Maßnahmen geht. Wir verraten Ihnen, wie Sie am besten vorgehen, um Ihre Vorgesetzten zu überzeugen!

    Seien Sie gut vorbereitet!

    Wenn Ihr Unternehmen noch keine familienfreundlichen Konzepte erarbeitet hat, wäre es zwar ideal, wenn sich die Leitungsebene dafür einsetzt – oft passiert das aber nicht. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es keine Bereitschaft dafür gibt. Werden Sie daher selbst aktiv! Menschen sind viel eher bereit, sich auf neue Konzepte einzulassen, wenn sie ihnen schon gut durchdacht präsentiert werden. Kommen Sie also nicht einfach mit einem Vorschlag um die Ecke, der noch ausgearbeitet werden muss. Stellen Sie stattdessen durchdachte Pläne vor, bei denen Sie Vor- und Nachteile kennen und entsprechende Argumente vorbereitet haben.

    Suchen Sie sich Verbündete!

    Gemeinsam ist es viel einfacher, Forderungen durchzusetzen. Wenn Sie mehr Flexibilität brauchen, um Ihren Alltag als Mutter und Führungskraft miteinander zu vereinbaren, sollten Sie sich daher Verbündete suchen, die Sie in Ihrer Argumentation unterstützen. Überlegen Sie, von wem Sie sich vorstellen können, dass er oder sie für familienfreundliche Konzepte offen sein könnte. Sprechen Sie mit diesen Personen, bevor Sie eine Ebene höher gehen, und fragen Sie, ob sie sich für Ihre Ideen einsetzen würden.

    Suchen Sie nach Role Models

    Schon in der Schule galt: An Beispielen lernt es sich leichter! Suchen Sie nach Frauen, die in ähnlicher Position erfolgreich Familie und Führungstätigkeit verbinden. Führen Sie diese Beispiele auch in Gesprächen mit Ihren Vorgesetzten an. Wenn ein Modell in einer anderen Firma oder Abteilung gut funktioniert, ist es schwer, Argumente dafür zu finden, warum man es nicht zumindest mal ausprobieren sollte.

    Mutter und Führungskraft: Was sind Ihre Erfahrungen?

    Jetzt sind wir gespannt: Was können Sie zu dem Thema beitragen? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Spagat zwischen Elternschaft und Karriere gemacht? Erzählen Sie uns gerne Ihre Geschichte!

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