Eine Lücke im Lebenslauf? Kein Problem!

 

Lücken im Lebenslauf – ehrlich erklären oder kreativ füllen? Wie schlimm sind sie wirklich? Nach stundenlangem Durchforsten sämtlicher Jobbörsen haben Sie ihn endlich gefunden: Ihren perfekten Job! Nun trennt Sie nur noch eine Bewerbungsunterlage von Ihrem Traumjob. Doch genau da liegt das Problem, denn Ihr Lebenslauf weist Lücken auf. Lesen Sie jetzt, warum wir als großer Arbeitgeber mit mehr als 19.000 Mitarbeitern ein persönliches Gespräch viel wichtiger finden als eine Aufzählung Ihrer vergangenen Tätigkeiten und wie Sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen sollten.

Definition: Wann ist eine Lücke überhaupt eine Lücke im Lebenslauf?

Lücken im CV lassen sich als Zeiträume, die nicht mit einer dauerhaften Beschäftigung, Berufsausbildung, Studium oder Praktikum versehen sind, definieren. Personaler stufen eine „Unterbrechung“ erst als Lücke im Lebenslauf ein, wenn sich der betreffende Zeitraum über mehr als zwei Monate erstreckt.

Ursachen und Gründe für größere „Löcher“

Manche Löcher muss man gar nicht stopfen. Ein „lückenhafter“ Lebenslauf kann unter anderem folgende Gründe haben:

  • Elternzeit
  • Pflege eines Familienmitgliedes
  • Fort- oder Weiterbildung
  • Studienwechsel
  • Umschulung
  • Berufsorientierung
  • Auslandsaufenthalt
  • Vorbereitung einer Selbstständigkeit
  • Krankheit
  • Sabbatjahr

 

Hier kommt die gute Nachricht: All diese Beispiele sind gar keine Lücken! Bevor Sie lange Erklärungen abtippen oder gar Tätigkeiten erfinden, können Sie problemlos angeben, dass Sie eine Fortbildung gemacht haben, vier Monate in den USA Englisch gelernt oder ein Familienmitglied gepflegt haben. Vermeintlich „Probleme“ sind oft sogar übersehene Qualifikationen!

 

Lebenslauflücken sind keine Seltenheit mehr

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren verändert. Für die Generation Y ist es nicht mehr selbstverständlich, von Beginn der Ausbildung bis hin zur Rente in ein- und demselben Unternehmen beschäftigt zu sein. Auch befristete Arbeitsverträge oder kurze Beschäftigungsverhältnisse sind heutzutage nicht mehr außergewöhnlich. Dabei kann es auch immer wieder Phasen geben, in denen Sie arbeitslos sind.

Bedeutet das, dass eine Lücke im Lebenslauf in der heutigen Zeit kein K.O.-Kriterium mehr ist?

So pauschal lässt sich das leider nicht beantworten. Jedoch sind leider viele Personaler der Meinung, dass eine Lücke im Lebenslauf zu einem K.O.-Kriterium wird, wenn die Unterbrechung mehrere Monate andauert und der Grund für die Unterbrechung im Lebenslauf nicht konkret erklärt wird.

Das ist bei persona service nicht der Fall! Wir finden die Forderung nach dem berühmten „lückenlosen Lebenslauf“ tatsächlich recht altmodisch. Lücken können schließlich immer entstehen. Wer nur auf den Lebenslauf achtet, kann daher die besten Mitarbeiter übersehen. Wir sehen deshalb immer den Menschen und nicht den Werdegang im Vordergrund. Wir möchten Sie kennenlernen und einen Job finden, der im Hier und Jetzt zu Ihnen passt. Ein motivierter Mitarbeiter und guter Kollege, der das Team ergänzt, ist schließlich das Wichtigste in der Zusammenarbeit. Sie können sich bei uns selbstverständlich auch ganz ohne Lebenslauf bewerben. Uns reichen Ihre Kontaktdaten – wir finden die passende Tätigkeit im Gespräch!

 

Eine Lücke im Lebenslauf „vertuschen“ – so geht es nicht

Wir haben Ihnen eine Reihe beliebter Beispiele zum Umgang mit einem nicht ganz perfekten Werdegang zusammengestellt. Hier heißt es: Lieber nicht nachmachen!

 

1. Fehlende Angabe von Monatsdaten

Einige Bewerber lassen sich von dem Gedanken verführen, Brüche im Lebenslauf irgendwie zu „vertuschen“. Monatsangaben werden ausgelassen, stattdessen werden ausschließlich Jahresangaben verwendet. Professionelle Personaler sind in der Durchsicht und Überprüfung der Bewerbungsunterlagen aber bestens geschult. Ein mögliches Verschweigen bleibt also nicht lange unentdeckt. Bei Misstrauen wird der Personaler die Arbeitszeugnisse noch einmal ganz genau prüfen, um eventuelle Unstimmigkeiten bei den Beschäftigungsdaten herauszufinden. Hier ein Beispiel für einen solchen „Vertuschungsversuch“:

2018 Anstellung bei der Mustermann GmbH
2017 Praktikum bei der AB AG

vs.

01/2018 bis 12/2018 Anstellung bei der Mustermann GmbH
09/2017 bis 12/2017 Praktikum bei der AB AG

 

2. Qualifikationsprofil ersetzt den chronologischen Lebenslauf

Ein Qualifikationsprofil sollte stets nur eine Ergänzung zum Lebenslauf sein und diesen nicht ersetzen. Wird der Lebenslauf weggelassen, obwohl er explizit verlangt wird, führt dies nur dazu, dass der Personaler misstrauisch wird. Schlimmstenfalls wird Ihre Bewerbung im weiteren Verfahren nicht mehr berücksichtigt.

 

Unsere Tipps: Smarter Umgang mit Brüchen im Lebenslauf


Erster Tipp: Über den Tellerrand schauen

Es gibt viele tolle Jobs – heutzutage ist es üblich, auch andere Berufe als den ursprünglich gelernten auszuprobieren. Manchmal ist es allerdings schwer, „fachfremd“ durchzustarten. Hier brauchen Sie einen Partner! Wir haben über 8000 Jobs in unserer Stellenbörse und können Ihnen Chancen aufzeigen, an die Sie noch gar nicht gedacht haben.

Zweiter Tipp: Suchen Sie sich eine Beschäftigung zur Überbrückung

Bei einem Studien- oder Ausbildungsabbruch sollten Sie die Überbrückungszeit sinnvoll nutzen, indem Sie sich zum Beispiel um einen Praktikumsplatz bemühen, einen Nebenjob suchen oder sich ehrenamtlich engagieren. Auch nach einer Kündigung ist es beispielsweise besser, in einem 450-Euro-Job zu arbeiten, als gar keine Tätigkeit auszuüben. Wer weiß, vielleicht eröffnen sich so auch ganz neue Perspektiven. Übrigens: Erfolgt die Kündigung betriebsbedingt oder sogar auf Grund einer Insolvenz, können Sie das auch genauso schreiben.

Dritter Tipp: Bilden Sie sich in der Überbrückungszeit fort

Nutzen Sie die Zeit für Fortbildungen, sodass Sie Ihren Wissenstand erweitern. So können Sie zusätzlich neue Qualifikationen sammeln.

Vierter Tipp: Ehrlichkeit siegt!

Ist das „Loch“ im Werdegang bereits entstanden, seien Sie in Ihrer Bewerbung stets ehrlich und verzichten Sie auf das Aufhübschen Ihres Lebenslaufes durch falsche Angaben oder Tricks. Denken Sie immer daran, dass Ihnen Ihre Lügen im Lebenslauf spätestens im Vorstellungsgespräch zum Verhängnis werden und dadurch Ihre Chance auf den Traumjob passé ist.

Fünfter Tipp: Formulierungen verbessern! Muster und Beispiele

Allerdings können Sie an den Formulierungen arbeiten und diese möglichst positiv gestalten. Vermeiden Sie allerdings Phrasen! Hier eine kleine Vorlage:

Schlecht
- Februar bis September 2018: Arbeitslosigkeit
- Seit Mai 2019: arbeitslos

Besser
- Februar bis September 2018: Berufliche Umorientierung in den Bereich Einzelhandel
- seit Mai 2019: Suche nach einer Tätigkeit im Produktionsbereich

So wirken Ihre Angaben professioneller.

Fazit: Mut zur Lücke!

Lücken in Lebensläufen sind heutzutage keine Seltenheit mehr und meist halb so schlimm. Vielmehr geht es darum, zu zeigen, wie man als Individuum mit seiner Expertise und seinen Erfahrungen das Unternehmen voranbringen kann. Sollten Sie eine Lücke im Lebenslauf haben, ist es wichtig, diese anhand von Beispielen zu belegen und dabei stets ehrlich zu sein. Ehrlichkeit lässt Sie nicht nur sympathisch, sondern auch authentisch wirken!

Waren unsere Tipps hilfreich? Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch! Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen uns Ihre Erfahrungen und Meinungen, aber vielleicht auch Ihre Fragen zum Thema „Lücken im Lebenslauf“ mit.

 

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