Fehler im Job passieren ‚Äď das ist gar nicht zu vermeiden. Die entscheidende Frage f√ľr Unternehmen und Arbeitnehmer ist vielmehr, wie damit umgegangen wird. In einer positiven Fehlerkultur k√∂nnen entstandene Fehler nicht nur viel besser korrigiert werden, jeder Fehler sorgt im besten Fall sogar f√ľr Entwicklung.  Jeder einzelne kann dazu beitragen, eine positive Fehlerkultur zu etablieren.

Definition: Was ist eine positive Fehlerkultur?

Im Arbeitsalltag gibt es Erwartungen, die an Sie als Arbeitnehmer und Ihre zu erf√ľllenden Aufgaben gestellt werden. Dabei kann allerhand schiefgehen. 

Eine positive Fehlerkultur sorgt daf√ľr, dass ‚Ķ 

  • Arbeitnehmer Fehler angstfrei ansprechen k√∂nnen. 
  • Fehler somit schneller wieder korrigiert werden k√∂nnen. 
  • aus jedem Fehler neue Ideen entstehen k√∂nnen, wie es in Zukunft besser funktionieren kann. 

Eine positive Fehlerkultur sorgt somit nicht nur f√ľr ein gutes Betriebsklima, sondern ist auch ein Entwicklungsmotor. 

Diesen Umgang mit Fehlern w√ľnschen sich F√ľhrungskr√§fte

Bei persona service ist es uns wichtig, eine Atmosph√§re zu schaffen, in der √ľber Fehler offen gesprochen werden kann. Wir haben deshalb zwei unserer F√ľhrungskr√§fte gefragt, welches Vorgehen Sie sich w√ľnschen, wenn im Team Fehler passieren. Dabei wird klar: Wichtig ist vor allem, dass Fehler schnell und offen angesprochen werden.

Uwe Eich steht im Empfangsbereich des Kompetenzcenters
‚Äě
Fehler macht niemand gern und sie passieren auch eher selten. Wir alle sind aber keineswegs fehlerfrei, ich auch nicht. Wenn es jedoch trotz aller Anstrengungen mal passiert, dann m√∂chte ich Sie ermutigen, die Initiative zu ergreifen und den Kontakt zur F√ľhrungskraft zu suchen, egal wie, ob pers√∂nlich, telefonisch oder per Mail. Der F√ľhrungskraft geht es gar nicht darum ‚Äěwer das war‚Äú, sondern wie ist der Schaden zu begrenzen und wie kann eine Wiederholung in der Zukunft vermieden werden. Aus Fehlern zu lernen hat schon Theodor Fontane verstanden: ‚ÄěWer aufh√∂rt Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu‚Äú.
Uwe Eich Leiter Finanzen
Brigitte Booke, Marketing-Leiterin
‚Äě

Ich w√ľnsche mir, dass meine Kolleginnen und Kollegen zu mir kommen, wenn Fehler passieren. Dann k√∂nnen wir gemeinsam schnellstm√∂glich nach einer L√∂sung suchen, um den Fehler wieder zu beheben.

Wie man gemeinsam Erfolge feiert, kann man auch gemeinsam Fehler lösen.

Brigitte Booke Leiterin Abteilung Marketing

Warum ein offener Umgang mit Fehlern wichtig ist

Dass bei der Arbeit ein Fehler unterl√§uft, sollte kein Tabu sein ‚Äď im Gegenteil: Ein offener Umgang mit Fehlern und eine akzeptierende Fehlerkultur hilft allen weiter! Deshalb sollten Sie Fehler nicht nur negativ bewerten.

1. Eine Entschuldigung ist gut, doch Lösungsvorschläge sind besser

Wichtig ist, sich im Voraus bewusst zu sein, dass zur Fehlerkommunikation auch immer eine Entschuldigung geh√∂rt. Ob Sie mit Ihrer Kollegin oder Ihrem Kollegen kommunizieren oder doch Ihrer F√ľhrungskraft ‚Äď lassen Sie die Person wissen, dass Sie sich Ihres Fehlers bewusst sind. Um die Konsequenzen f√ľr den Fehler m√∂glichst gering zu halten, sollten L√∂sungsvorschl√§ge im Voraus √ľberlegt werden. Dies betont, dass Sie vorausdenkend sind und auch in stressigen Situationen einen k√ľhlen Kopf bewahren.

2. Fehler können Risikobereitschaft vermitteln

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Nat√ľrlich kann da mal ein Fehltritt passieren, doch gleichzeitig zeigen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen und Ihrem Arbeitgeber, dass Sie risikobereit sind und keine Angst haben, auch in schwierigen Situationen Mut zu beweisen. Immer mehr entwickelt sich die Arbeitswelt in eine Richtung, in der diese Eigenschaft anerkannt wird, da Unternehmen sich immer weiter entwickeln m√ľssen, um neue Erfolge zu erzielen.

3. Sehen Sie Fehler als Chance zu lernen

Eine konstruktive Fehlerkultur bietet die Chance, Methoden auszuprobieren und eventuell vieles aus eigenem K√∂nnen zu erarbeiten. Vor allem, wenn Sie eine neue Stelle besetzen, sind es Missgeschicke, die Ihnen viel beibringen k√∂nnen. Sie lernen aus jedem noch so kleinen Fehler und verbessern den Prozess immer weiter f√ľr die Zukunft. Dies ist Ihnen auch aus Ihrem Alltag bekannt: Wenn ein Patzer in der Vergangenheit bereits gemacht wurde, achten Sie beim n√§chsten Mal besonders darauf, dies nicht noch einmal zu wiederholen. Au√üerdem lernen Sie, nicht an der Vergangenheit festzuhalten, sondern mit Fehlern abzuschlie√üen und somit Chancen in der Zukunft offener entgegenzutreten. Sowohl Sie als auch Ihr Arbeitgeber k√∂nnen von Ihrem neu erlernten Wissen nur profitieren.

4. Seien Sie der Vorreiter f√ľr Ihre Kolleginnen und Kollegen

Eingest√§ndnisse zeigen Gr√∂√üe! Die Akzeptanz der Tatsache, dass auch Sie Fehler machen und nicht perfekt sind, tr√§gt dazu bei, dass Sie auch viel mehr Nachsicht f√ľr Ihre Mitmenschen zeigen k√∂nnen und so pers√∂nlich wachsen.  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dieser Einsicht geben die akzeptierende Fehlerkultur an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter und erm√∂glichen, diese Nachsicht auch in ihnen zu etablieren. Es ist demotivierend, wenn vor allem in F√ľhrungspositionen Fehler nicht zugegeben und nicht akzeptiert werden. Ein jeder Fehler und der richtige Umgang damit k√∂nnen somit eine Learning-Experience f√ľr das gesamte Team darstellen und auf Dauer zu einem besseren Betriebsklima f√ľhren! 

Positive Fehlerkultur in der Praxis: So geht es

Schon Kindern wird beigebracht, dass sie ‚Äězu ihren Fehlern stehen sollen‚Äú. Das ist aber leichter gesagt als gedacht ‚Äď wenn √Ąrger droht, liegt das Verschweigen von Fehlern nahe. Das ist im Berufsleben nicht anders. Zu einer positiven Fehlerkultur im Unternehmen tragen beide Seiten bei: Arbeitnehmende, die zu ihren Fehlern stehen und bereit sind daraus zu lernen. Und Unternehmen, die Offenheit belohnen, mit Fehlern konstruktiv umgehen und l√∂sungsbasiert agieren.

Vertrauensvolles Umfeld: Kritik muss immer aus Augenhöhe stattfinden

Ein Umfeld, in dem niemand Angst hat, Fehler zuzugeben, kann nur entstehen, wenn auf Fehler freundlich und konstruktiv reagiert wird. Es l√§sst sich nat√ľrlich nicht vermeiden, dass man sich √§rgert, wenn etwas richtig schiefgeht ‚Äď das ist dann jedoch nicht der richtige Moment f√ľr ein kl√§rendes Gespr√§ch. Die folgenden Punkte z√§hlen zu den ‚ÄěNo-gos‚Äú und sorgen f√ľr eine negative Fehlerkultur:

  • Andeutungen statt klarer Aussagen
  • Gespr√§che in gereizter Stimmung
  • Kritik auf pers√∂nlicher Ebene
  • unsachlicher Ton

Echte Feedbackkultur schafft Offenheit

Es gibt Fehler, die punktuell und akut passieren. Diese sollten auch sofort besprochen und L√∂sungen gefunden werden. Daneben ist es aber auch wichtig, ein regelm√§√üiges Feedbacksystem zu etablieren, das hilft, in einem gesch√ľtzten Rahmen grunds√§tzliche Probleme in der Arbeitsweise oder der Kommunikation zu besprechen. Auch Schulungsbedarf kann hier thematisiert werden. Das gilt in beide Richtungen: Sowohl Arbeitnehmende als auch F√ľhrungskr√§fte k√∂nnen hier ihre Themen offen ansprechen.

Es ist wichtig, dass Arbeitnehmende wissen, dass es diese Möglichkeit regelmäßig gibt. Gleichzeitig muss es aber auch jederzeit möglich sein, spontan einen solchen Rahmen zu schaffen.

Zukunftsgerichtetes Agieren: Lernen aus Fehlern

Schuldzuweisungen oder gar Wut helfen niemandem ‚Äď und dienen auch der Sache nicht. Wichtig f√ľr eine positive Fehlerkultur ist, dass die Priorit√§t von allen Beteiligten darauf liegt, den Fehler zu analysieren und Vorkehrungen f√ľr die Zukunft zu treffen. Dabei kann die F√ľhrungskraft bei Bedarf unterst√ľtzen, indem sie beispielsweise dabei hilft, einen neuen Prozess f√ľr den missgl√ľckten Arbeitsablauf zu erarbeiten.

Schl√ľssel zu einem guten Umgang mit Fehlern: Transparenz

Es klingt so einfach und stellt trotzdem oft einen unerkannten Hebel dar: Transparenz. Im Kontext der Fehlerkultur bedeutet Transparenz, dass die Anspr√ľche, die an Aufgaben und Projekte gestellt werden, klar definiert sein m√ľssen. Es ist schwierig, einen Fehler zu kommunizieren, wenn das Ziel zuvor nicht transparent festgelegt wurde, denn Fehler sind nichts anderes als ein Abweichen vom Zielbild. Und auch, wenn ein Fehler passiert ist, ist eine transparente Kommunikation wichtig: Fehler m√ľssen freundlich und konstruktiv, aber gleichzeitig auch sehr klar, benannt werden. Auch die Erwartung, wie der Fehler korrigiert und in Zukunft verhindert werden soll, muss transparent ge√§u√üert werden. Hier ein Beispiel:

‚ÄěDas Unternehmenslogo muss auf Flyern immer unten rechts platziert werden. Bitte sieh Dir dazu unser Corporate Design-Manual noch einmal an. Korrigiere den Flyer bis morgen um 10 Uhr, lass mich noch einmal draufschauen und schicke ihn dann bis sp√§testens 15 Uhr an die Druckerei. Bitte erarbeite bis Freitag zusammen mit Sabine eine Checkliste f√ľr die Erstellung von Flyer, damit dieser Fehler vermieden werden kann.‚Äú

Die F√ľhrungskraft kommuniziert hier offen:

  • Was sind die Erwartungen?
  • Worin genau besteht der Fehler?
  • Wie soll er korrigiert werden?
  • Wie kann man daf√ľr sorgen, dass die Fehler nicht noch einmal passiert?

Eine positive Fehlerkultur ist wichtig. Stehen Sie zu Ihren Fehlern!

Zu einem offenen Umgang mit Fehlern kann jeder einzelne beitragen. Ihnen ist ein Fehler unterlaufen und Sie haben dies akzeptiert, sich daf√ľr entschuldigt und probieren nun, zun√§chst eine L√∂sung zu finden und im Nachhinein sogar daraus zu lernen. So unterst√ľtzen Sie nicht nur Ihr pers√∂nliches Wachstum und Ihr berufliches Wachstum als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer, sondern f√∂rdern auch die offene und konstruktive Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen. Diese soll nicht jeden Fehler als Scheitern abstempeln und verurteilen soll, sondern zu einer Chance verwandeln. Aus dieser k√∂nnen zun√§chst Sie selbst und darauffolgend auch alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen und profitieren.

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