„Pilotprojekt“ – noch ein neues Modewort in der Arbeitswelt? Keineswegs! Menschen und Unternehmen sind genau dann erfolgreich, wenn sie ständig neue Methoden und Prozesse integrieren und so dazulernen. Um neue Tools oder neue Ideen zunächst einmal in einem überschaubaren Rahmen und mit geringem Risiko zu testen, sind Pilotprojekte ein ebenso sinnvolles wie wirkungsvolles Instrument.

Pilotprojekt – was genau ist das eigentlich?

Vereinfach lässt sich sagen: Ein Pilotprojekt – auch Pilotphase oder Pilotierung genannt – ist der Versuch, in einem kleinen, eng begrenzten Rahmen herauszufinden, ob es sich lohnen kann, den „Piloten“ tatsächlich zu einem neuen Projekt zu machen. Insbesondere bei risikobehafteten Ideen bietet sich eine solche Testphase an, um bereits detaillierte Erkenntnisse über die Akzeptanz, die Wirtschaftlichkeit und das Marktpotential zu gewinnen, bevor man eine Umsetzung im großen Stil angeht.

Pilotphase als „Reagenzglas“

Obendrein kann man in einer solchen Pilotphase schon sehr früh herausfinden, wo die Vor-und Nachteile liegen, welchen Aufwand man bei einer Realisierung erwarten kann und wo es noch Optimierungspotentiale gibt. So lassen sich aus den Ergebnissen eines Pilotprojekts im Idealfall bereits die Rahmenbedingungen für das spätere Projekt ableiten, wobei alle im „Reagenzglas“ gewonnenen Erkenntnisse die Blaupause für die späteren Anwendungen in der Praxis sind. Doch gilt natürlich auch der Umkehrschluss: Schließlich kann eine Pilotphase auch zu der Einsicht führen, dass eine neue Idee, ein neuer Prozess oder eine neue Methode nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Doch ist am Ende auch diese Erkenntnis wertvoll.
Zutaten für ein Pilotprojekt dargestellt in einem Reagenzglas

Drei wichtige Tipps für Pilotphasen

Tipp 1: Jede Pilotphase braucht eine To-do-Liste

Am Anfang eines Pilotprojektes stehen im Kern zwei Fragen: Was soll sich durch die getestete Herangehensweise zum Positiven verändern? Und vor allem: Ist eine Realisierung des Projektes zu empfehlen oder nicht? Darauf Antworten zu finden, ist die vorrangige Zielsetzung bei einem Pilotprojekt. Sind diese Ziele definiert, gilt es, den Piloten im Unternehmen richtig zu platzieren. Oder anders gesagt: Wer macht mit, also welche Köpfe bzw. welche Teams sind in das Pilotprojekt involviert? Und warum?

Tipp 2: Wer hat Lust, ein Pilot zu sein?

Allerdings wäre man nicht gut beraten, bei der Auswahl der Teammitglieder allein fachliche Maßstäbe zu Grunde zu legen. Denn der Erfolg eines Pilotprojektes hängt maßgeblich davon ab, wie motiviert die einzelnen Teilnehmer sind. Wer kein Interesse an Veränderung hat, kann nicht der Motor für etwas Neues sein. Und wer keine Lust hat, sich in eine Pilotphase lebendig und intensiv einzubringen, ist dort schlicht fehl am Platze.

Tipp 3: Auch eine Pilotphase braucht Zeit – und Geld

Doch müssen noch weitere wichtige Fragen geklärt werden, bevor man sich in die Arbeit stürzt: Was wird investiert? Wie viel Zeit und Arbeitskraft werden in ein Pilotprojekt gesteckt, welche Ressourcen mobilisiert, welche finanziellen Mittel aufgewendet? Auch von diesen Rahmenbedingungen hängt der Erfolg einer Pilotierung ab, wobei man die Timeline durchaus großzügig planen sollte. Bisweilen muss auch ein zusätzliches Training der Teammitglieder oder gar eine Weiterbildung einkalkuliert werden. Ebenso gut ist es möglich, dass man zusätzlich auf externes Know-how zurückgreifen muss, um das Pilotprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. All das braucht Zeit.

Fazit: Ein Pilotprojekt kann viele Gewinner haben

Neben dem Benefit für das Unternehmen können auch die einzelnen Teammitglieder ganz individuell von einem Pilotprojekt profitieren. Schließlich bietet es jedem eine hervorragende Gelegenheit, über den normalen Arbeitsalltag hinaus auch seinem eigenen Potential auf den Zahn zu fühlen, seine Talente selbstbewusst darzustellen und an den Herausforderungen zu wachsen. Diese individuelle Weiterentwicklung schafft in der Regel dann auch neue persönliche Optionen innerhalb des Unternehmens. Hinzu kommt die positive Erfahrung, im Rahmen eines „Leuchtturmprojektes“ aktiv an der Gestaltung neuer Lösungen und Ansätze und so auch unmittelbar an der Entwicklung des Unternehmens mitwirken zu können. Das steigert nicht nur die Bindung ans Unternehmen, sondern auch das persönliche Selbstwertgefühl.

Lust auf Innovation?

persona service ist auch deshalb so erfolgreich, weil wir es von Beginn an verstanden haben, mit neuen Methoden und Prozessen auf die zum Teil grundlegenden Veränderungen des Marktes zu reagieren. Pilotprojekte sind für uns deshalb eine wichtige Methode. Davon profitieren uns Kunden und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen.

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