Bewerbungsratgeber

Ihre Bewerbungsunterlagen sind Ihre Visitenkarte. Daher ist es umso wichtiger, dass diese den Personalverantwortlichen überzeugen, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Zur Unterstützung bieten wir Ihnen einen Bewerbungsratgeber für perfekte Unterlagen an.

Checkliste Bewerbungsunterlagen

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • ggf. Qualifikationsprofil
  • Zeugnisse und Zertifikate

Bewerbungsprozess

Einen wichtigen Teil der Bewerbung stellt das Anschreiben dar. Bereits hier bietet sich die Chance, das Interesse des Personalverantwortlichen* auf sich zu lenken. Die Form des Anschreibens sollte dem Standard eines Geschäftsbriefes entsprechen. Außerdem ist besondere Sorgfalt bei Rechtschreibung und Grammatik geboten.

Aufbau des Anschreibens

Der Aufbau eines Anschreibens gliedert sich in drei Abschnitte: Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Bei bekanntem Ansprechpartner ist die persönliche Anrede im Adressfeld („Herrn“/ „Frau“) sowie die persönliche Anrede im Brief („Sehr geehrter Herr“/ „Sehr geehrte Frau“) ein guter Einstieg. In der Einleitung wird Bezug auf das Inserat oder das Gespräch genommen. Empfehlenswert ist eine kurze und sachbezogene Formulierung. Im Hauptteil sollte der Bewerber seine fachlichen sowie persönlichen Fähigkeiten, die für die Ausschreibung relevant sind, in den Vordergrund stellen. Im Schlussteil des Anschreibens teilen Sie den frühestmöglichen Eintrittstermin sowie den Gehaltswunsch mit. Sie runden Ihren Brief ab, indem Sie abschließend Ihr Interesse an einem persönlichen Vorstellungsgespräch zum Ausdruck bringen.

Aus dem Lebenslauf gehen die wichtigsten Informationen über den Bewerber hervor. Daher sollte der Lebenslauf unbedingt klar strukturiert, inhaltlich vollständig und optisch ansprechend gestaltet sein.

Eine empfehlenswerte Struktur für den Aufbau sieht folgendermaßen aus:

Persönliche Angaben

Kontaktdaten, Geburtstag, Nationalität, Familienstand

Berufserfahrung

Nennung der einzelnen Zeitabschnitte (z.B. 10/2009 bis 06/2010) sowie Firmenname, Position und Positionsbeschreibung; der jüngste Abschnitt zuerst

Schulische und/oder akademische Ausbildung

Der höchste Schulabschluss sowie die akademische Ausbildung werden zuerst genannt.

Weiterbildungen

Nennung von Seminaren oder Workshops bei Weiterbildungsträgern

Besondere Qualifikationen

Sprachkenntnisse, IT-Kenntnisse usw.

Private Interessen, persönliches Engagement

Diese Rubrik ist ein „Kann“, kein „Muss“ und trotzdem für viele Arbeitgeber interessanter, als man denkt: Hobbies, aktiv betriebene Sportarten, ehrenamtliches Engagement

 

Das Qualifikationsprofil wird ergänzend zum Lebenslauf den Bewerbungsunterlagen beigefügt. Nutzen Sie diese Möglichkeit, Ihre bisherigen beruflichen Erfolge oder Ziele und die daraus resultierenden Stärken der eigenen Persönlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Sollten diese Informationen schon zur Genüge aus Ihrem Lebenslauf oder dem Anschreiben hervorgehen, ist das Qualifikationsprofil nicht mehr notwendig.

Die Zeugnisse und Zertifikate werden vollständig und chronologisch der Bewerbung beigefügt. Onlinebewerbungen stellen eine Ausnahme dar: Die Empfangskapazität der Unternehmen liegt in

der Regel zwischen 2 und 3 MB. Daher sollten neben Anschreiben und Lebenslauf nur die wichtigsten

Zeugnisse und Zertifikate in einer Datei beigefügt werden.

Erhalten Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, ist die erste Hürde genommen. Nun müssen Sie im Gespräch mit Ihrer Persönlichkeit punkten und den Personalverantwortlichen* davon

überzeugen, dass Sie auf die vakante Stelle fachlich und persönlich passen. Vorstellungsgespräche sind nicht standardisiert. Daher sollten Sie sich im Vorfeld noch einmal ausführlich mit dem Unternehmen und der vakanten Position auseinandersetzen. Ausreichende Informationen erhalten Sie auf der jeweiligen Firmenhomepage.

Beschreiben Sie Ihr letztes Aufgabengebiet. Welche Tätigkeiten haben Sie gerne ausgeführt?

  • Welche Aufgaben lagen Ihnen nicht so gut?
  • Gibt es eine Person in Ihrem Bekanntenkreis, die Sie um ihren Job beneiden? Was finden Sie gut an ihrer Position?
  • Was würde Ihr derzeitiger/letzter Vorgesetzter sagen, wenn man ihn nach Ihren Stärken und Schwächen fragt?
  • Was interessiert Sie an unserer Branche/an unserer Stellenausschreibung?
  • Worauf legen Sie bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber wert? Was erwarten Sie von diesem?
  • Wie stellen Sie sich das Aufgabengebiet in unserem Unternehmen vor?
  • Warum möchten Sie das Unternehmen wechseln?
  • Was sagt Ihr Partner/Bekanntenkreis dazu, dass Sie sich bei uns bewerben?
  • Was möchten Sie in den nächsten Jahren beruflich und persönlich erreichen?
  • Welchen Eindruck machen die Arbeitsplätze auf Sie?

Folgende Erkenntnisse sollten Sie für sich persönlich aus dem Vorstellungsgespräch ziehen:

  • Entspricht das Unternehmen, entspricht die vakante Position Ihren Vorstellungen?
  • Möchten Sie Mitarbeiter in diesem Unternehmen werden?
  • Wie ist die Atmosphäre im Unternehmen? Wie ist der Umgangston zwischen den Kollegen?
  • Welchen Eindruck machen die Arbeitsplätze auf Sie?

Neben der richtigen fachlichen Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist es auch wichtig, ein passendes Outfit zu wählen. In der Kleidung sollten Sie sich wohlfühlen und einen gepflegten Eindruck machen. Wenn Sie sich auf ein Stellenangebot in einer Branche bewerben, in der erfahrungsgemäß eine Art „Kleiderordnung“ herrscht (z.B. bei Banken, Sparkassen), sollten Sie Ihr Outfit für das Bewerbungsgespräch entsprechend wählen.

Achten Sie während des gesamten Gespräches auf Ihre Körpersprache! Treten Sie ruhig, selbstbewusst, aber nicht überheblich auf und bewahren Sie Ihre Natürlichkeit! Hören Sie während des gesamten Gespräches aufmerksam zu und beantworten Sie Fragen kurz und prägnant.

Viel Erfolg!

Bewerben ­– online oder schriftlich?

Für die Art der Bewerbung, welche beim Unternehmen besser ankommt, gibt es keine generelle Regel. Ist in der Stellenausschreibung aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Online-Bewerbung gewünscht ist, dann ist die Bewerbung auch online zu versenden. Generell ist festzustellen, dass, wenn ein Unternehmen eine Online-Plattform für den Bewerbungsvorgang anbietet, dieser Kanal für den Versand der Bewerbung genutzt werden sollte.

Auch sollte man sein Berufsbild abwägen, auf welches die Bewerbungsunterlagen abgestimmt sind. Bei einer Bewerbung auf eine Technikaffine Stelle beweist eine gut erstellte Onlinebewerbung den gekonnten Umgang mit dem Computer. In einer Bewerbung auf eine kreative Stelle lässt sich das eigene Profil besser in einer schriftlichen Bewerbung verkaufen.

Stärkere Aussagekraft der Bewerbungsmappe

In kleineren Betrieben wird von Verantwortlichen der Personalabteilung berichtet, dass die Bewerbungsunterlagen zur Beurteilung ausgedruckt werden und sich hier schriftliche Unterlagen hervorheben. Rein optisch betrachtet ist aus der Wahl der Bewerbungsmappe und der inhaltlichen Gestaltung abzuwägen, wie viel Mühen sich der Bewerber gemacht hat. Schwerer haben es hier die Onlinebewerbungen, welche ohne Mappe daherkommen.

Das Fazit

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass, wenn eine Bewerbung auf dem digitalen Wege gewünscht ist, dieser Bewerbungsweg auch genutzt werden sollte. Steht es dem Bewerber frei, auf welchem Wege er seine Bewerbungsunterlagen dem Unternehmen zusenden möchte, dann kann es je nach Stellenausschreibung und Größe des Unternehmens nicht von Nachteil sein, wenn eine Bewerbung schriftlich eingereicht wird.

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